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	<title>Das Rootserver-Experiment &#187; Links und Recht</title>
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	<description>Erlebnisse eines Rootserver (Beinahe-) Neulings</description>
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		<title>Netbooks sind von Psion</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Dec 2008 20:39:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Administrator</dc:creator>
				<category><![CDATA[EeePC]]></category>
		<category><![CDATA[Legal, illegal, Ganz egal?]]></category>
		<category><![CDATA[Links und Recht]]></category>
		<category><![CDATA[MSI Wind]]></category>
		<category><![CDATA[Netbook]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war einmal ein Hersteller von kompakten Organizern. Psios Serie 5 und später der einfachere Revo waren bekannt für ihre kompromisslose mobile Nutzbarkeit, die lange Akkulaufzeit, eine einfache Bedienung und die geniale Klappmechanik, mit der Psions Mini-Computer ohne nach hinten zu kippeln immer sicher standen. Die Größe der Psions lag deutlich unter der von Subnotebooks, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war einmal ein Hersteller von kompakten Organizern. Psios Serie 5 und später der einfachere Revo waren bekannt für ihre kompromisslose mobile Nutzbarkeit, die lange Akkulaufzeit, eine einfache Bedienung und die geniale Klappmechanik, mit der Psions Mini-Computer ohne nach hinten zu kippeln immer sicher standen. Die Größe der Psions lag deutlich unter der von Subnotebooks, aber über der klassischer PDAs. Epochal war das Betriebssystem: EPOC lieferte die Basis für die bevorzugt bei Sony Ericsson und Nokia eingesetzten Handy-Systeme Symbian Series 60 und Series 90. Im Jahr 2000 als Psion noch Marktanteile im Endkundenmarkt vorweisen konnte, brachte Psion einen großen Organizer im Fast-A5-Format mit 640&#215;480 Pixeln und einem auf Farbe angepassten EPOC. Erweitern lies sich das je nach Ausstattung als &#8220;Psion 7&#8243; oder &#8220;netbook&#8221; angebotene Gerät mit einer CF-Karte links und einer PCMCIA-Karte rechts. Geadcht war das Netbook für browserbasierte Anwendungen, Java-Anwendungen und einfache Textverarbeitung und Tabellenkalkulation. Gerade der Fokus auf Java-Applets war eine <a href="http://www.psionwelt.de/besprech/netbook.htm" target="_blank">mobile Interpretation</a> von <a href="http://www.channelpartner.de/sonstiges/601271/" target="_blank">Oracles Internet-PC</a>.</p>
<p><span id="more-239"></span></p>
<p>Fast schon ironisch mutet die Frage an, ob Psion mit dem Netbook zu spät oder zu früh kam. Sicher zu spät für den bereits mit Ende der New Economy abflauenden Java-Client-Hype, zu früh für das erst 2005 beginnende Web 2.0, AJAX und Rich Internet Applications. Psion stellte das Netbook noch eine Weile lang als <a href="http://www.rothberger.net/pages/reviews/psion_netbook_pro.shtml" target="_blank">Netbook Pro mit Windows CE</a> her und widmete sich dann ganz der Herstellung von Mobilgeräten zur Inventurerfassung. Die Lücke schlossen PDAs mit Linux oder Windows CE und Geräte mit Tastatur wurden einige Jahre lang Mangelware. Wer noch von den guten alten Zeiten träumen möchte, wird <a href="http://www.pulster.de/psion_7_=_netbook.htm" target="_blank">wie so oft bei Pulster fündig</a>&#8230;</p>
<p>Für mich begann die Psion-Ära im Sommer 2000 mit <a href="http://devcorner.old.mattiasschlenker.de/cms.8.html" target="_blank">(m)einem Revo</a> und endete Ende 2005 mit kaputten Akkus und der Anschaffung eines damals unheimlich hippen <a href="http://www.nokia.de/A4419174" target="_blank">Nokia 770</a>, welches mit Maemo unter Linux lief und dank schnell <a href="http://www.nokia.de/A4420436" target="_blank">zugekaufter Bluetooth-Tastatur</a> bald den Psion ersetzen konnte. Ironischerweise wurde Nokias Linux-Umgebung <a href="http://www.maemo.org/" target="_blank">Maemo</a> zunächst zeitweise auf Psions Netbook getestet. Kein anderes Gerät ähnelte derart der Zielplattform mit ARM-Prozessor und Touchscreen&#8230;</p>
<p>Weil ich um Psion wußte, benutzte ich anfänglich den Term <a href="http://blog.mattiasschlenker.de/?s=billig-subnotebook" target="_blank">&#8220;Billig-Subnotebook&#8221;</a> oder <a href="http://blog.mattiasschlenker.de/?s=billigst-subnotebook" target="_blank">&#8220;Billigst-Subnotebook&#8221;</a> und wechselte erst zu <a href="http://blog.rootserverexperiment.de/?s=netbook" target="_blank">&#8220;Netbook&#8221;</a> als diese Bezeichnung generisch war. Nun <a href="http://www.golem.de/0812/64318.html" target="_blank">mahnt Psion</a> <a href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2008/12/27/netbook-als-marke-geschutzt/" target="_blank">diejenigen ab</a>, die den Term Netbook für die mit sieben bis zehn Zoll großen Billigst-Klapprechner verwenden. Die Abmahnung kommt reichlich spät, Netbook ist seit Februar zurm Gattungsbegriff geworden und Psion gibt all jenen, die &#8220;Netbooks&#8221; kommerziell verwerten &#8212; also entweder Billigst-Klapprechner verkaufen oder Google Adsense schalten &#8212; drei Monate Zeit, sich einen neuen Term zu überlegen. Das klingt nicht nach Abmahnung zur Abzocke, sondern nach wohlbedachter Markenpflege und möglicherweise einem Comeback: Plant Psion das Netbook wiederzubeleben? Werden wir bald einen Mini-Laptop mit Psions genialem Klappmechanismus und Atom-Prozessor erleben? Oder einen ARM-basierten Langläufer, der mit Maemo oder einem Derivat daherkommt?</p>
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		<title>Open Source: Missverständnisse in der FTD</title>
		<link>http://blog.rootserverexperiment.de/2008/08/14/open-source-missverstaendnisse-in-der-ftd/</link>
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		<pubDate>Thu, 14 Aug 2008 10:32:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Administrator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Legal, illegal, Ganz egal?]]></category>
		<category><![CDATA[Links und Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Linux]]></category>

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		<description><![CDATA[Offener Brief an die Redaktion der Financial Times Deutschland:
Sehr geehrter Jörn Petring,
aktuell findet sich unter ftd.de ein Artikel von Ihnen, der den Eindruck erweckt, die Verwendung von Opensource-Software in eigenen Softwareprodukten stelle ein unkalkulierbares Risiko dar. Dieser Eindruck ist falsch: Das Risiko ist nicht größer als bei der Verwendung kommerzieller Komponenten, oft lassen sich Entwicklungskosten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><i>Offener Brief an die Redaktion der Financial Times Deutschland:</i></p>
<p>Sehr geehrter Jörn Petring,</p>
<p>aktuell findet sich unter <a href="http://ftd.de/" target="_blank">ftd.de</a> <a href="http://www.ftd.de/karriere_management/recht_steuern/398129.html?mode=print">ein Artikel von Ihnen</a>, der den Eindruck erweckt, die Verwendung von Opensource-Software in eigenen Softwareprodukten stelle ein unkalkulierbares Risiko dar. Dieser Eindruck ist falsch: Das Risiko ist nicht größer als bei der Verwendung kommerzieller Komponenten, oft lassen sich Entwicklungskosten minimieren und die &#8220;doppelte Erfindung des Rades&#8221; vermeiden. Damit die positiven Kosteneffekte zum Tragen kommen, ist aber wie bei jeder Entwicklung &#8212; sei es nun Software, Hardware, ein Auto, ein Computerchip oder ein Toaster &#8212; eine Planung des Entwicklungsprozesses notwendig. Ich möchte daher auf einige Punkte Ihres Artikels eingehen, die einer Präzisierung bedürfen oder sich aus meiner Sicht einfach als falsch darstellen.</p>
<p><span id="more-97"></span></p>
<blockquote><p>Sie schreiben: <i>Wer kostenlose Software für kommerzielle Zwecke verwendet, bekommmt es mit Harald Welte zu tun: Der freie Programmierer verklagt alle Unternehmen, die den Open-Source-Kodex verletzen. Das Prozessrisiko reißt eine große Lücke in die Bilanzen der Unternehmen.</i></p></blockquote>
<p>Bereits in der Einleitung haben sich eine Reihe von Fehlern eingeschlichen. Harald Welte verfolgt lediglich Verletzungen seiner Urheberrechte am Linux-Kernel, der unter der <a href="http://www.oreilly.de/german/freebooks/gplger/" target="_blank">relativ restriktiven Lizenz GPL</a> steht. Bei dieser handelt sich keineswegs um einen Kodex (im Sinne einer freiwilligen Selbstverpflichtung), sondern um einen knallharten Vertrag über die Wiedervervendung von Softwarequellcodes. Die Gattung Open Source Software umfasst jedoch noch andere, weniger restriktive Lizenzen, auf die ich später noch genauer eingehen möchte. Die GPL garantiert, dass Modifikationen an einem Programm wieder im Quellcode vertrieben werden. Viele Unternehmen wählen die GPL im Falle einer &#8220;strategischen&#8221; Freigabe von Software, weil sie in diesem Fall von den Weiterentwicklungen der Konkurrenz etwas zurückbekommen.</p>
<p>Der Punkt des Prozessrisikos in zumindest in Deutschland relativ gut kalkulierbar: Gerichte bemessen dort Schadenersatzforderungen und Streitwerte nach den Kosten, die eine Eigenentwicklung oder ein Zukauf gekostet hätte.</p>
<blockquote><p>Sie schreiben: <i>&#8220;Viele Unternehmen haben Nachholbedarf. Oft wissen Manager nicht einmal, welche Bestandteile von ihren Programmierern in die eigene Software integriert wurden&#8221;, sagt Schäfer. Eine Nachlässigkeit mit fatalen Folgen. Ist der Open-Source-Anteil in der neuen Software zu groß, Experten sprechen dann von einem &#8220;abgeleiteten Werk&#8221;, greift die GPL-Lizenz für die gesamte neue Software, was bedeutet, dass der komplette Quelltext frei zugänglich gemacht werden muss. &#8220;Damit wäre die Software nicht mehr kommerziell zu vertreiben&#8221;, sagt Schäfer. Für die Entwickler ein großes Unglück</i></p></blockquote>
<p>An dieser Stelle wird für den Leser den Eindruck erweckt, ein großes, komplexes Softwareprodukt müsse komplett im Quellcode offengelegt werden. Diese Aussage muss differenziert werden: Die auf Open-Source-Programmen basierende Betriebssoftware vieler Geräte wie DSL-Router (auf die sich Welte besonders konzentriert) oder Linux-basierter DVD-Player besteht aus einer Vielzahl von Komponenten, die oft aus unterschiedlichsten Quellen stammen und unterschiedlichsten Lizenzen unterliegen. Vermischt man diese nicht, beispielsweise indem offene und geschlossene Komponenten in einer einzigen Binärdatei zusammengefasst werden, sind die freizugebenden Komponenten schnell identifiziert. Im erwähnten Beispiel von DSL-Routern handelt es sich meist um den Linux-Kernel und ein Universal-Systemwerkzeug namens <a href="http://www.busybox.net/" target="_blank">BusyBox</a>, die in der Regel nur marginal abgeändert werden. Die Freigabe dieser Komponenten steht einem kommerziellen Vertrieb eines gesamten Produktes meist nicht im Weg. Denn mit einem nackten Kernel und einigen Kommandozeilenwerkzeugen kann die Konkurrenz oft wenig anfangen (siehe bspw. <a href="http://www.linuxdevices.com/news/NS6745873567.html" target="_blank">Motorola</a>).</p>
<blockquote><p>Sie schreiben: <i>Weltes Warnschuss hat schon gewirkt: Erste Unternehmen zittern vor der Vernichtung ihrer Bilanzwerte, andere wittern ein großes Geschäft. Die Firma Black Duck hat sich darauf spezialisiert, Software im Auftrag von Unternehmen zu scannen. &#8220;Unsere Kunden wollen sichergehen, dass ihre Software in Ordnung ist. Regelmäßig finden wir dann Sachen, die die Leute richtig blass werden lassen&#8221;, sagt Stefan Just von Black Duck. Konzerne wie SAP und Siemens schienen ebenfalls verunsichert und haben sich laut Just bereits von Black Duck beraten lassen.</i></p></blockquote>
<p>Die Erwähnung von Black Duck bringt uns zum eigentlichen Punkt meiner Kritik, denn Sie erwähnen nicht, dass Black Duck auf Wunsch nach <i>jeder Art</i> von unrechtmäßig oder zweifelhaft in die eigenen Quellcodes gerutschten Code-Fragmenten scannt. Black Duck beschränkt sich keinesfalls auf die Verletzungen freier Lizenzen.</p>
<p>Ihr Artikel sollte eigentlich vor den generellen Risiken einer schludrigen Verwaltung und Versionierung von Quellcodes warnen, schließlich kommt es auch häufig vor, dass Entwickler eigene Code-Bibliotheken pflegen und oft gar nicht wissen, dass die Rechte daran ihr vorheriger Arbeitgeber hält. Ebenfalls häufig kommt es vor, dass einst lizenzierte Bibliotheken weiterverwendet werden, obwohl die Lizenzverträge ausgelaufen sind. Black Duck kann &#8212; in wessen Auftrag auch immer &#8212; nach derartigem Code suchen. Verletzungen freier Lizenzen sind daneben leichter während der Entwicklungsphase festzustellen, einen echten Super-GAU bedeutet es dagegen, wenn ein Konkurrent Wind von einer Verletzung seiner Rechte bekommt und bis zur Veröffentlichung des Produktes des &#8220;Verletzters&#8221; wartet, bis er ihn mit Klagen überzieht.</p>
<p>Wird dagegen eine Verletzung von Lizenzen wie der GPL oder der LGPL festgestellt, ist eine Heilung in vielen Fällen mit vertretbarem Aufwand möglich. Bei Verletzungen der LGPL ist es meist so einfach, darauf zu achten, dass die betreffende Komponente erst zur Laufzeit geladen wird, bei Verletzungen der GPL kann in vielen Fällen der betreffende Code in eine eigene Binärdatei ausgelagert werden, die dann einfach über das System aufgerufen wird. Das ist der Fall in der <a href="http://blog.rootserverexperiment.de/2008/06/24/firmware-seziert-lacie-lacinema/">von mir festgestellten mutmaßlichen Verletzung der GPL</a> durch die Integration einer Funktionen der BusyBox in die Firmware des LaCie-Medienplayers, wo die Funktion zum Einbinden der Festplatte wohl einfach kopiert wurde. Offenbar wollte sich ein Programmierer ein paar Tage Arbeit sparen, die hierfür verwendete Funktion als separate Binärdatei auszulagern<sup><a href="#footnote-01">1</a></sup>.</p>
<p>Nun ist es nicht Aufgabe derjenigen, deren Rechte verletzt wurden, für eine Heilung des Rechtsbruchs zu sorgen. Es ist also legitim, wenn Welte das naheliegende unternimmt und das Unternehmen vor die Wahl stellt, die GPL zu respektieren oder den Vertrieb eines Produktes zu unterlassen. Für Consulting, wie ein der GPL konfirmer Aufbau eines Produktes aussehen könnte, ist es zu diesem Zeitpunkt zu spät.</p>
<p>Der von vielen Lesern sicher aus Ihrem Artikel herausgelesene Ratschlag, freie Software zu meiden ist daher weltftremd. Freie Software ist Fakt und viele Programmierer üben während des Studiums mit freien Bibliotheken oder durch die Mitarbeit an großen Open-Source-Projekten. Einerseits Zeitdruck auf Entwickler auszuüben und andererseits die Verwendung von freien Komponenten zu verbieten (oder das Vorhandensein freier Software zu leugnen), schließt sich gegenseitig aus. Stattdessen ist es von grundlegender Bedeutung, den Überblick über die eigene Softwareetwicklung zu behalten und Versionskontrollsysteme auch dazu zu verwenden, genutzte Komponenten (freie wie unfreie) zu inventarisieren. Nach Möglichkeit ist bereits zu Beginn einer Entwicklung herauszufinden, welche freien Komponenten Entwickler gerne integrieren würden<sup><a href="#footnote-02">2</a></sup>.  Im nächsten Schritt ist dann zu identifizieren, welche Komponenten als Geschäftsgeheimnis betrachtet werden und daher keine GPL-Software enthalten dürfen und bei welchen Programmen einer Freigabe nichts im Weg steht<sup><a href="#footnote-03">3</a></sup>.</p>
<p>Grundsätzlich gilt, dass bei vielen Entwicklern wenig Kenntnisse über die Unterschiede der Lizenzen und die Integration in große kommerzielle Projekte herrscht, andererseits kennen viele auf Lizenzfragen spezialisierte Anwälte nicht die technischen Unterschiede zwischen der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dynamische_Bibliothek#Dynamische_Bibliotheken" target="_blank">dynamischen Einbindung einer Bibliothek</a> und der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Socket" target="_blank">Kommunikation einer Anwendung mit einer anderen über einen Socket</a>. Es ist daher noch viel Aufklärungsarbeit notwendig, bis die &#8212; oft nur vordergründig gegensätzlichen &#8212; Interessen von Open-Source-Community und kommerziellen Entwicklern unter einen Hut zu bekommen sind. Dass Open-Source längst Realität ist, haben Sie vollkommen richtig festgestellt, diese ist allerdings in den seltensten Fällen umkehrbar. Unternehmen sollten daher dazu animiert werden, Open Source richtig einzusetzen und Chancen und Risiken möglichst früh zu betrachten, anstatt Angst vor klagenden Programmierern zu entwickeln.</p>
<p><i>Mit freundlichen Grüßen,<br />Mattias Schlenker</i></p>
<p><b>Nachtrag, 15. August 2008:</b>
<ul>
<li><a href="http://laforge.gnumonks.org/weblog/2008/08/13#20080813-ftd">Auch Harald Welte äußert sich kritisch zum Artikel der FTD und stellt seinen Standpunkt klar</a></li>
<li><a href="http://netzpolitik.org/2008/software-harald-gegen-goliath/">Erwähnung des FTD-Artikels bei Netzpolitik.org</a></li>
</ul>
<p><b>Nachtrag, 21. August 2008:</b>
<ul>
<li><a href="http://www.golem.de/0808/61876.html">Laut Golem</a> hat das SFLC einen <a href="http://www.softwarefreedom.org/resources/2008/compliance-guide.html">Leitfaden &#8220;A practical guide to GPL compliance&#8221;</a> veröffentlicht, der sich vor allem an Unternehmen richtet.</a></li>
</ul>
<p style="font-size:80%;"><sup><a name="footnote-01">1</a></sup>Für die technisch versierten Leser des Blogs: Es handelt sich um das mount-Applet der BusyBox, das separat kompiliert werden kann und sich dann weitgehend wie das <tt>mount</tt> von GNU/Linux verhält. Der Grund für die GPL-Verletzung ist also in Faulheit, Unwissenheit, Zeitdruck oder einer Kombination aus allen dreien zu suchen.</p>
<p style="font-size:80%;"><sup><a name="footnote-02">2</a></sup>Das Testen, ob eine Open-Source-Komponente für den eigenen Einsatzbereich taugt, erfordert übrigens keine aufwendige Freigabe: Erst wenn Binärdateien das Haus <i>verlassen</i>, ist der Quellcode beizulegen.</p>
<p style="font-size:80%;"><sup><a name="footnote-03">3</a></sup>Neben der GPL existieren weitere Lizenzen, die oft andere Handhabung des Quellcodes erfordern, LGPL-Code darf beispielsweise nur dynamisch dazugelinkt werden, erfordert aber nur die Freigabe der (modifizierten LGPL-Komponente), die BSD- oder MIT-Lizenzen erfordern dagegen keine Freigabe des Codes, aber die Nennung der Urheber in &#8220;Hilfe-Fenstern&#8221; oder im Handbuch.</p>
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		<title>Spiel nicht mit den Schmuddelkindern!</title>
		<link>http://blog.rootserverexperiment.de/2007/10/26/spiel-nicht-mit-den-schmuddelkindern/</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Oct 2007 18:34:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Administrator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Links und Recht]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer ein Blog oder eine beliebige andere Seite eröffnet möchte schnell bei Google gefunden werden. Doch dafür sind eingehende Links notwendig: Noch immer sind &#8220;Linkcount&#8221; und Relevanz der verlinkenden Seiten eines der Hauptkriterien nach denen die Reihenfolge einer Seite in der größten Suchmaschine bestimmt wird. Die Variable Pagerank &#8212; abzufragen beispielsweise per Google Toolbar &#8212; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer ein Blog oder eine beliebige andere Seite eröffnet möchte schnell bei Google gefunden werden. Doch dafür sind eingehende Links notwendig: Noch immer sind &#8220;Linkcount&#8221; und Relevanz der verlinkenden Seiten eines der Hauptkriterien nach denen die Reihenfolge einer Seite in der größten Suchmaschine bestimmt wird. Die Variable Pagerank &#8212; abzufragen beispielsweise per Google Toolbar &#8212; gibt etwas Aufschluss darüber. Ich selbst habe dem Pagerank bislang sehr wenig Beachtung geschenkt und stattdessen darauf geachtet, über welche Suchbegriffe Besucher kommen, schließlich möchte ich nicht die Masse erreichen, sondern interessierte (Neu-) Linuxer mit dem eigenen Server und da zählt die Qualität der Zugriffe und nicht die Quantität.</p>
<p>Viele Blogger kommen in Versuchung, den Pagerank künstlich in die Höhe treiben zu wollen und verlinken viel auf andere Blogger und hoffen, dass diese zurückverlinken. So haben sich Links selbst regelrecht zu einer Währung entwickelt und stellenweise gleichen die Methoden der Verlinkung und Gegenverlinkung Pyramidenspielen. Insbesondere in der hierzulande sehr aktiven SEO-Szene verlinkt man gerne auf eine paar Alpha-SEO-ler, deren Backlinks (garantiert ohne &#8220;no-follow&#8221;) dann natürlich auf dutzende B- und C-SEOler zurückverwiesen. Perverserweise ist das einzige Thema in dieser Szene die SEO und damit primär die gegenseitige Verlinkung &#8212; Selbstreferentialität mit Null-Content at its best. Besonders diese in sich geschlossenen Communities hat Google im Visier: Als Graph visualisiert mit wenig Verbindungen zur Außenwelt lassen sich SEO-Netzwerke leicht erkennen.<span id="more-40"></span></p>
<p>Wo eine Parallelwährung existiert ist der Weg zum Tausch in echtes Geld nicht weit und so entstand in den letzten Jahren mit Werbelinks ein fettes Geschäft. Groß mussten die Links nicht sein, sie sollten ja Suchmaschinen anziehen und nicht menschliche Besucher. Für letztere gibt es in JavaScript realisierte oder per Iframe eingebundene Anzeigen (so wie die Amazon-Werbung links), die aber von Suchmaschinen nicht erfasst wird.</p>
<p>Jetzt hat Google begonnen, auszumisten: Deutlich im Pagerank herabgestuft wurden Seiten mit Werbelinks, die nicht per JavaScript eingebunden werden, sondern direkt im HTML-Quelltext den der Bot bekommt. Erwischt hat es Robert Basic, Telepolis, das Autoblog und viele andere. Der Sinn des Warnschusses ist klar: Google möchte, dass Links Präferenzen der Seitenbetreiber und nicht wirtschaftliche Verflechtungen abbilden und so der Linkcount seinen Nutzen behält. Das mag nach dem Rundumschlag gelingen: Die ersten Seiten haben ihre Textlinks entfernt, viele werden in den nächsten Tagen sicher zu klassischer Werbung wechseln.</p>
<p>Auch wenn der Warnschuss erfolg haben sollte, bleibt ein primäres Problem der Vergleichsgröße Linkcount bestehen: Ein Link sagt nichts darüber aus, wieviele Nutzer diesen verfolgen. Oder: Die Autoren und Webmaster bestimmen, was als relevant anzusehen ist, aber nicht der Surfer. Google schätzt bestenfalls (aus dem Pagerank der verlinkenden Seite) wieviele Nutzer einem Link folgen könnten. Noch wüster: Seiten, die nirgendwo verlinkt sind, kennt Google nicht, selbst wenn bspw. Links per Mail um die halbe Welt reisen. Einen interessanten Ansatz zur Lösung dieses Problems und zur Einbeziehung des Surfers macht der indexierende Suchmaschinenproxy <a href="http://www.yacy.net/" target="_blank">YaCy</a>, die zudem als dezentraler Index gegen Zensurmaßnahmen weitgehend immun ist. Mittlerweile wird YaCy auch von Metasuchmaschinen als Quelle herangezogen. Wer Lust hat, am Aufbau einer Google-Alternative mitzuwirken, sollte sich YaCy deshalb einmal anschauen.</p>
<p>Via:</p>
<ul>
<li> <a href="http://www.fixmbr.de/die-jammerlappen-sind-los/" target="_blank">F!XMBR: Die Jammerlappen sind los</a></li>
<li><a href="http://www.golem.de/0710/55661.html" target="_blank">Golem: Google sorgt für Wirbel im Netz</a></li>
<li><a href="http://www.basicthinking.de/blog/2007/10/26/google-pr-reaktionen-von-werbevermarktern/" target="_blank">BasicThinking: Reaktion von Werbevermarktern</a></li>
</ul>
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