Das Rootserver-Experiment

Erlebnisse eines Rootserver (Beinahe-) Neulings

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Archiv für October, 2009

VMware Player 3.0 erschienen

Thursday, October 29th, 2009

Kaum frickelt man sich seinen VMware Player 2.5.3 zurecht, erscheint der finale 3.0er. Und der ist nicht nur schneller, sondern kommt wieder ein Stückchen näher an die Workstation-Version ran, der kostenlosen Konkurrenz vor allem in Form von VirtualBox sei Dank. Otto-Normaluser braucht die Workstation eigentlich nur noch dann, wenn er Festplattensnapshots setzen möchte.

Doch zunächst zu den technischen Finessen: Das Gtk-Problem besteht nun nicht mehr, Ihr könnt die im letzten Artikel gesetzte Umgebungsvariable also wieder entfernen. Vermutlich wurde auch das Kompilationsproblem gefixt, allerdings wage ich hier keine konkrete Aussage, denn eine Neuinstallation verhält sich hinsichtlich Update der Module immer ein wenig anders als eine komplette Neuinstallation auf einem sauberen System.

Auf einigen Host-Systemen soll der Player nun Aero- und Glass-Gäste beherrschen, auf die Schnelle habe ich davon auf dem Linux-Host mit nVidia-Closed-Source-Treiber nix gemerkt. Unity, also die Möglichkeit, die VMware-Fenster auf den Linux-Desktop zu holen, ist etwas schneller geworden, aber immer noch zu laggy (auf einer Vierkernmaschine mit 8GB RAM…), so dass ich nach wie vor Vollbild bevorzuge.

Herunterzuladen ist der Player wie immer hier.

Ubuntu 9.10 Karmic Koala und VMware Player

Sunday, October 25th, 2009

Ich hatte seit Wochen ein Mainboard nebst zugehörigem Quadcore-Opteron Phenom nebst 8GB RAM herumliegen. Das war ursprünglich ein Build-/Testsystem, sollte aber jetzt meinen doch schon etwas älteren (zweieinhalb Jahre) Desktop ablösen, der nun als Testsystem weiter dienen wird. Auf einen neuen Rechner installiert man natürlich ein neues OS — statt bislang Ubuntu 8.04.x sollte 9.10 RC zum Einsatz kommen.

Probleme bereitete die Installation und Nutzung des VMware-Players, den ich gerne als recht flexible Virtualisierungslösung einsetze.

Das Installationsproblem

Die Installation ist eigentlich simpel: Man setzt das *.bundle auf executable und startet das Paket dann mit Rootrechten. Doch ein Erfolg wollte sich nicht einstellen. Irgendwo auf halber Strecke hängt der Installer und bewegt sich weder vor noch zurück. Greppt man die Ausgabe von ps waux nach gcc-Prozessen durch, wird man schlafende oder wartende Kompilationsvorgänge finden.

Warum das? Die Kompilierung der VMware-Module verursacht viele Warnungen über fehlende Symbole. Daran verschluckt sich nun der umgebende Python-Prozess und nichts geht voran. Die Lösung hat das VMware-Forum parat:

  • Man startet die Installation in zwei Fenstern (je mit Rootrechten)
  • In einem der Fenster startet man das Bundle mit dem Parameter –ignore-errors
  • Im zweiten Fenster tötet man gnadenlos alle Modul-Bauprozesse:
    while true; do killall -9 vmware-modconfig-console; sleep 1; done
    Die Schleife mit Strg+C abbrechen, wenn die Installation durch ist.
  • Am Ende hat man zwar eine VMware, aber keine Kernelmodule, die baut man hinterher mit
    vmware-modconfig –console –install-all
  • Nun noch den VMware-Dienst neu starten und der Player lässt sich nutzen

Das Mausproblem

Schnell werdet Ihr feststellen, dass die Maus in der VMware hüpft und immer wieder aus der VMware raus oder in sie rein wechselt. Ein vernünftiges Arbeiten ist so nicht möglich.

Die Lösung des Problems hat Rootloot.de herausgefunden: Eine Inkompatibilität, zwischen Ubuntus Gtk+ und dem Gtk, das die VMware erwartet. Der Trick: Einfach die VMware zwingen, das mitgelieferte Gtk+ zu nutzen, auch wenn die Darstellung nicht zu 100% mit dem Rest des Desktops kongruent sein sollte. Am besten per Export einer Umgebungsvariable. Da ich die VMware eh immer aus einer Shell starte, habe ich mich mit

export VMWARE_USE_SHIPPED_GTK=force

beholfen. Bingo, klappt alles!