Ubuntu 9.10 Karmic Koala und VMware Player
Sunday, October 25th, 2009Ich hatte seit Wochen ein Mainboard nebst zugehörigem Quadcore-Opteron Phenom nebst 8GB RAM herumliegen. Das war ursprünglich ein Build-/Testsystem, sollte aber jetzt meinen doch schon etwas älteren (zweieinhalb Jahre) Desktop ablösen, der nun als Testsystem weiter dienen wird. Auf einen neuen Rechner installiert man natürlich ein neues OS — statt bislang Ubuntu 8.04.x sollte 9.10 RC zum Einsatz kommen.
Probleme bereitete die Installation und Nutzung des VMware-Players, den ich gerne als recht flexible Virtualisierungslösung einsetze.
Das Installationsproblem
Die Installation ist eigentlich simpel: Man setzt das *.bundle auf executable und startet das Paket dann mit Rootrechten. Doch ein Erfolg wollte sich nicht einstellen. Irgendwo auf halber Strecke hängt der Installer und bewegt sich weder vor noch zurück. Greppt man die Ausgabe von ps waux nach gcc-Prozessen durch, wird man schlafende oder wartende Kompilationsvorgänge finden.
Warum das? Die Kompilierung der VMware-Module verursacht viele Warnungen über fehlende Symbole. Daran verschluckt sich nun der umgebende Python-Prozess und nichts geht voran. Die Lösung hat das VMware-Forum parat:
- Man startet die Installation in zwei Fenstern (je mit Rootrechten)
- In einem der Fenster startet man das Bundle mit dem Parameter –ignore-errors
- Im zweiten Fenster tötet man gnadenlos alle Modul-Bauprozesse:
while true; do killall -9 vmware-modconfig-console; sleep 1; done
Die Schleife mit Strg+C abbrechen, wenn die Installation durch ist. - Am Ende hat man zwar eine VMware, aber keine Kernelmodule, die baut man hinterher mit
vmware-modconfig –console –install-all - Nun noch den VMware-Dienst neu starten und der Player lässt sich nutzen
Das Mausproblem
Schnell werdet Ihr feststellen, dass die Maus in der VMware hüpft und immer wieder aus der VMware raus oder in sie rein wechselt. Ein vernünftiges Arbeiten ist so nicht möglich.
Die Lösung des Problems hat Rootloot.de herausgefunden: Eine Inkompatibilität, zwischen Ubuntus Gtk+ und dem Gtk, das die VMware erwartet. Der Trick: Einfach die VMware zwingen, das mitgelieferte Gtk+ zu nutzen, auch wenn die Darstellung nicht zu 100% mit dem Rest des Desktops kongruent sein sollte. Am besten per Export einer Umgebungsvariable. Da ich die VMware eh immer aus einer Shell starte, habe ich mich mit
export VMWARE_USE_SHIPPED_GTK=force
beholfen. Bingo, klappt alles!
