Das Rootserver-Experiment

Erlebnisse eines Rootserver (Beinahe-) Neulings

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Archiv für September, 2010

Randnotizen, 22. September 2010

Wednesday, September 22nd, 2010

So, heute mal etwas persönliche Randnotizen.

  • LessLinux: Die CD “DE-Cleaner-Rettungs-System” (Pressemitteilung) basiert auf meinem LessLinux. War viel Arbeit, weniger im technischen Sinne, mehr im Sinne der Koordination der Projektpartner. Ich bin handwerlich zufrieden mit dem Ergebnis, würde aber aber nach einer Zwischenauswertung der Leserfragen eine deutlich simplere Nutzerführung bevorzugen. Das war in der kurzen Projektphase nicht möglich, also bleibt es bei dieser Oberfläche. Ärgerlich: Es wurden wohl ein paar Tausend fehlgepresste Datenträger ausgeliefert, so dass ich bei Supportanfragen nie weiss, ob ein Problem nun eher auf problematische Hardware, meine Erkennungsroutinen oder eine kaputte CD zurückzuführen ist.

  • LessLinux, nochmal: Ich arbeite gerade an einer Funktion, die anhand von Strace-Logs prüft, auf welche Dateien während eines Builds zugegriffen wird und welche gesucht, aber nicht gefunden werden. Ziel ist ein Abhängigkeitsmanagement, welches auch vorschlägt, welche Bibliotheken vorher installiert werden, könnten, beispielsweise wenn ./configure zur Laufzeit anhand installierter Programme festlegt, welche Eigenschaften einkompiliert werden. Momentan läuft eine Analyse einer Glibc-Kompilation — die Strace-Logdatei hat 1,4GB oder 13 Millionen Zeilen und will natürlich komplett durchs RAM und dort analysiert werden…

  • Nokia: Wie etwas so sucken kann… Ich habe seit ein paar Tagen ein E5, Nachfolger meines E71. Schönere Kamera, bessere Nutzerführung, toller, übersichtlicher Email-Client. Flotter Webbrowser, spielt Youtube. 3.5mm Klinke. Aaaaber: Um VoIP einzurichten musste ich ein Zusatzprogramm runterladen. Mein Bluetooth-Keyboard will noch immer nicht. Auf der Nokia World stellt Ihr tolle Hardware wie das E7 vor, aber kein Wort zu MeeGo? Sicher ist Symbian^3 nicht wirklich schlecht, sogar richtig viel besser als S60 5th, aber das Highend bedient Ihr damit nicht!

  • Auf Wolken gehen: Peter Voit war ein Nachbarjunge, einer der großen, sechs oder sieben Jahre älter als ich. Irgendwie ist aus ziemlich vielen der Nachbarjungen (ich schließe mich da nicht aus) etwas geworden. Peter wurde Mitgründer von Transsolar und die machen nun Wolken. Das kann praktisch sein, wenn man die Lichteintrahlung in einem Gebäude beeinflußen will: Video bei Youtube.

Frischer LessLinux-Build zum Wochenende

Friday, September 3rd, 2010

So, in den letzten Tagen entstand wieder ein frischer LessLinux Development-Build. Neu sind vor allem die Funktion, dass das ISO-Image nicht nur dank ISOhybrid auch auf einem USB-Stick eingesetzt werden kann, sondern dieser beim Start gleich wieder mit einem FAT-Dateisystem versehen wird. Neu ist auch ein pvops-tauglicher Kernel und einige kleinere Änderungen an den Bootscripten, womit sich LessLinux nun als Xen domU booten lässt.

Einige weitere Modifikationen wie Bootsplash mit fbsplash, die demnächst in einem kommerziellen Derivat sichtbar sein werden, sind noch nicht aktiv. Hier geht’s lang zum Blogpost:

http://blog.lesslinux.org/fresh-development-build-isohybrid-conversion-and-boot-on-xen/

Ubuntu 10.04 als DomU (Xen) “debootstrappen”

Wednesday, September 1st, 2010

Nach vier Jahren ist es mal wieder Zeit für ein kleines Tutorial zur Installation von Ubuntu-domUs via debootstrap. Dank Aufnahme der pvops-DomU in den Vanilla-Kernel bringt Ubuntu einen Kernel mit, der lediglich kleine Anpassungen am Initramfs benötigt, um sauber auf einem aktuellen Xen 4.0 zu starten.

Installation von Debootstrap

Zuerst muss debootstrap vorhanden sein, am einfachsten natürlich mit apt-get install debootstrap. Unter Ubuntu kann mit debootstrap auch die Folgeversion installiert werden. Debian-User können das Ubuntu-Debootstrap direkt von http://archive.ubuntu.com/ubuntu/pool/main/d/debootstrap/ herunterladen und mit dpkg -i installieren. Nutzer von RPM-Distributionen sollten ein Konvertierungstool installieren oder Debootstrap direkt aus dem .tar.gz installieren.

Vorbereitung eines Images

Für Xen DomUs haben Sie die Möglichkeit, physikalische Festplatten oder deren Partitionen zu nutzen oder Festplattenimages zu verwenden. Bei den Images wiederum gibt es zwei Möglichkeiten: Tap-Disks, die wachsen können und beispielsweise VMware VMDK-Format unterstützen oder “Plain-Images”, die als Loopback-Device gemountet werden können. Ich empfehle bei Testkonfigurationen grundsätzlich und bei Produktivsystemen für die Systempartitionen Images von Partitionen. Die Gründe: (more…)