EeePC: Image auf große Karten strecken

Das von mir zum Download angebotene Xubuntu 8.04 Image ist derzeit auf die Größe der internen SSD abgestimmt. Bereits bei vielen USB-Sticks verliert man ungenutzte 40MB, bei 8GB-Sticks die Hälfte des Speicherplatzes. Doch das Image lässt sich ohne Umkopieren innerhalb weniger Minuten auf die gesamte verfügbare Größe strecken. Das Resizing funktioniert auch wenn das zu streckende Laufwerk Bootmedium ist, erfordert dann aber ein oder zwei Neustarts.

  • Erlangen Sie mit sudo su - Rootrechte und lassen Sie sich mit fdisk -ul den Gerätenamen des Sticks/der SD-Karte sowie deren Größe ausgeben. Notieren Sie den Endblock zur späteren Kontrolle und natürlich den Namen des Gerätes. Der Screenshot zeigt eine externe USB-Festplatte mit 40GB.

  • Verwenden Sie fdisk -u /dev/sdx um das klassische Partitionierungstool auzurufen. In diesem löschen Sie zunächst mit d die einzige vorhandene Partition und legen diese mit n als primäre Partition (p) mit Nummer 1 neu an. Als Startblock ist wieder die 63 zu wählen. Beim Endblock drücken Sie einfach ENTER oder geben, wenn Sie — wie ich auf der externen Platte — noch Platz für eine Daten- und Swap-Partition lassen wollt die Zahl der 512-Byte-Blöcke oder eine Größe in Megabyte ein.

  • Mit p kontrollieren Sie die vorgenommene Partitionierung und schreiben sie bei Gefallen mit w.

  • Reboot tut gut: Starten Sie den EeePC neu, damit dieser die Partitionstabelle neu einlesen kann!

  • Erlangen Sie erneut Rootrechte und führen Sie e2fsck -f /dev/sdx1 aus, um sicherzustellen, dass das Dateisystem sauber ist. Mit resize2fs /dev/sdx1 strecken Sie nun das Dateisystem auf die Partitionsgröße.

  • Optional: Setzen Sie mit dem Befehl tune2fs -T 19700102 /dev/sdx1 den Zeitpunkt des letzten Dateisystemchecks weit in die Vergangenheit und rebooten Sie — das stellt die Konsistenz sicher.

3 thoughts on “EeePC: Image auf große Karten strecken

  1. heinz

    WOW! wenn jetzt nicht bald jemand mal ne grosspackung ASPIRIN stiftet …

    mattias, du musst von diesen sachen ja schon konstant traeumen, oder?

    frage: ich kann also damit den linux anteil meiner 16GB SDHC karte auf 5GB
    strecken (ist das fuer ein volles ubuntu, auch mit extras und die zukunft, genug?).

    wie kann ich dann den rest auf FAT32 formatieren? lesen und schreiben unter
    WIN muss moeglich sein.

    und: linux sieht dann beide partitionen der karte. was sieht aber WIN? nur
    die zweite FAT32 partition, oder irgendwie (nicht lesbar) auch die erste?

    gruesse – heinz –

  2. Administrator Post author

    Mit fünf bis sechs Gigabyte sollte man recht weit kommen, wenn man regelmäßig aufräumt und nicht allzuviele Nutzdaten im Heimatverzeichnis bunkert. Einfach nach dem Anzeigen der Partitionierung mit “p” mit “n” eine weitere Partition anlegen, diese mit “t” auf den Typ “c” setzen, dann erst mit “w” schreiben. Nach dem Reboot kann mit

    mkfs.msdos -F 32 /dev/sdx2

    die FAT32-Partition formatiert werden. Keine Garantie, dass Windows diese erkennt. Auf einigen Wechseldatenträgern erkennt Windows nur die erste Partition, schlimmstenfalls müsste man also Partitionen vertauschen.

  3. Norbert Klamann

    Ganz grossen Dank für die Arbeit !
    Ich will meinen flanschneuen EEEPC zum Entwickeln benutzen und hatte eine harte Zeit, auf der Xandros-Basis da was zu machen.

    Da fühl ich mich auf dieser Softwarebasis deutlich wohler.

    Danke noch einmal !

    Norbert

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