Das Rootserver-Experiment

Erlebnisse eines Rootserver (Beinahe-) Neulings

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Hardware, die saugt — heute: Broadcom 4312

Weil EeePC und Akoya derzeit als Testumgebung benutzt werden und ein ständiges Hin- und Her-Imagen mit Test- und Produktivsystemen nervig und zeitaufwendig ist, habe ich bei einem Billigangebot in Form eines HP2133 zugeschlagen. Das Gerät ist gut verarbeitet, hat eine 1,8-Zoll-Festplatte und erreicht unter Linux auch passable Akkulaufzeiten. Und vor allem ist es so exotisch, dass kaum Gefahr besteht, dass es als Testumgebung mißbraucht wird.

Installiert habe ich Ubuntu 9.04 (Jaunty) Alpha 6, natürlich per Netinstall, schließlich wird der Broadcom Tigon bereits von der Installations-Initrd unterstützt. Handarbeit war bei der xorg.conf notwendig, da auch mit dem Openchrome-Treiber X dachte, das Panel habe 1366×768 Pixel Auflösung. Die xorg.conf reiche ich nach kann hier heruntergeladen werden. Auch Sound funktioniert einwandfrei, die Webcam habe ich noch nicht getestet ebenso.

Ärgerlich ist die WLAN-Karte Broadcom BCM4312

PCIID: 14e4:4315

die weder vom bc43-Treiber des Kernels erkannt wird, noch von dem von Ubuntu mitinstallierten wl.ko, noch von einem selbstgebauten wl.ko von Broadcoms Webseite. Auch mit Ndiswrapper kein Erfolg. Einmal konnte ich einige Sekunden lang pingen — nachdem ich direkt von Windows nach Linux mit wl.ko gebootet habe. Auf einem cleanen System (Akku raus und Stützkondensatoren leeren vor dem Anschalten) ging gar nix.

Ich bin am Überlegen, ob ich die 30 Euro in eine gescheite Mini-PCI(e)-WLAN-Karte investieren will, schrecke aber ein wenig davor zurück, das ganze HP2133 zu zerlegen, um an die unter dem Motherboard verbaute Karte heranzukommen. Sinnvoll wäre es vielleicht schon angesichts der auch unter XP schlechten Empfangsleistung.

Vielleicht hat jemand eine Idee, eine Version des STA-Treibers, die mit bestimmten Kernelversionen harmoniert (notfalls Vanilla 2.6.27 oder 2.6.29-RC) oder einen Treiber, der sich mit Ndiswrapper ohne Probleme verwenden lässt? Ansonsten werde ich wohl noch ein paar Tage auf WLAN verzichten (nicht wild, weil das Gerät eh im Außeneinsatz verwendet wird) und mich dann ans Zerlegen machen.

Update, 19. März: Gleiches Problem mit 2.6.27.20 und Broadcoms Binärtreiber (ja, die als Source veröffentliche Layer ist ziemlich dünn) 5.10.79.10: Beim Insmod bekomme ich in der Ausgabe von “dmesg” einen “Error 13″. To be continued, zunächst stehen andere Baustellen auf dem Programm.

4 Antworten auf “Hardware, die saugt — heute: Broadcom 4312”

  1. HEiDi (March 18th, 2009 um 5:52 pm)

    Hallo,
    dasselbe Problem hatte ich mit einem Acer Extensa 5220 mit dieser WLAN-PCIID.
    Allerdings funktioniert das WLAN mittlerweile bestens mit Fedora 10 auf dem neuesten “Update-Level” – “kmod-wl” aus den rpmfusion-Quellen.

  2. HEiDi (March 18th, 2009 um 5:53 pm)

    Nachtrag:
    Es ist ironischerweise das “Acer Extensa 5220 Linux”

  3. Roughtrade aus Ubuntuusers (March 19th, 2009 um 12:01 pm)

    Hallo,
    ich habe mir genau das gleich super aussehende Netbook für 245,- Euro gegönnt. ich habe Kubuntu 8.10 mit KDE 4.2 ohne jegliche Probleme installiert. Ich surfe in meinem WLAN ohne jegliche Geschwindigkeitsnachteile mit der gleichen Broadcom Karte.

    ich mußte nur Hand anlegen um den Grafik Treiber von S3 nachinstallieren.

  4. Mattias (March 19th, 2009 um 12:05 pm)

    Danke Euch beiden für die Hinweise!

    Ich wollte die Ubuntu 9.04 Alpha nehmen, weil da der Openchrome-Treiber dabei ist, der einwandfrei funktioniert. Es sieht also danach aus als würde wl.ko sich nicht mit dem 2.6.28.x des Ubuntu 9.04 Alpha vertragen — sowohl 8.10 als auch Fedora 10 verwenden noch 2.6.27.

    Ich kompiliere also gerade einen 2.6.27.20 und werde dann mal schauen, ob wl.ko damit läuft. Wenn ja, ersetzt halt der Vanilla-Kernel den Distributionskernel. Hauptsache, es tut.

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