Das Rootserver-Experiment

Erlebnisse eines Rootserver (Beinahe-) Neulings

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Archiv für March, 2010

Linux auf dem Asus A52JR — Teilerfolg mit Mobility Radeon 5470

Thursday, March 25th, 2010

Nachdem gestern der Ati Catalyst Treiber 10.3 erschienen ist (und seit heute auch downloadbar ist), dachte ich mir, ich könnte die Treiberinstallation auf dem A52JR noch einmal probieren. Nach der Installation des Treibers mit

./ati-driver-installer-10-3-x86.x86_64.run

probierte ich erneut

aticonfig --initial

Das Ergebnis war ernüchternd: Wieder wurde mir gesagt, dass keine unterstützten Karten im Rechner vorhanden waren, eine Konfiguration daher nicht möglich sei. Zur Erinnerung: lspci erkennt die Karte wie folgt: (more…)

Xen-Nachtrag, Setup mit Routing

Friday, March 19th, 2010

Mir ist aufgefallen, dass mein gestriges Setup mit Dummy-Adapter und Vergabe der ersten IP-Adresse des Netzes auf das Interface dummy0 nicht die optimale Konfiguration darstellt: Hier wird das alte Setup mit separatem Router 1:1 nachgebaut, was zur Folge hat, dass die drei Adressen für Broadcast, Netz und Gateway nicht für Produktivsysteme nutzbar sind. Das beschriebene Setup ist daher nur sinnvoll, wenn ein Server in zwei Stufen von bridged auf routed umgestellt werden soll.

Beim Neuaufsetzen eines Servers ist es besser, gleich eine PointToPoint-Lösung mit 255.255.255.255-Maske aufzusetzen. Damit können bei einer 29-Bit-Maske (255.255.255.248) acht statt fünf IP-Adressen genutzt werden — satte 60% mehr (bei vier, fünf, oder sechs Bit Masken fällt der Gewinn natürlich kleiner aus). Die Änderungen gegenüber dem Setup von gestern sind, dass dummy0 in der /etc/network/interfaces der dom0 entfällt. In der /etc/xen/xend-config.sxp wird das extern erreichbare Interface eingetragen (in der Regel eth0):

(network-script 'network-route netdev=eth0')
(vif-script     'vif-route netdev=eth0')

Die Netzwerkkonfiguration der domU bekommt nun die primäre IP-Adresse der dom0 als Gateway eingetragen, dazu das Schlüsselwort pointopoint (nur ein ‘t’!) und die “dichte” Netzmaske:

auto lo
iface lo inet loopback

auto eth0
iface eth0 inet static
        address 172.16.16.114
        netmask 255.255.255.255
        gateway 192.168.1.2
        pointopoint 192.168.1.2
        post-up ethtool -K eth0 tx off

Vielen Dank an…

  • Umstellung Debian Etch mit XEN 3 auf routed …die fleissigen Dokumentatoren im Hetzner-Wiki
  • …den Admin bei 1&1, dessen Default-Setup mit pointopoint auf der primären IP mich dazu anregte, hier nochmal nachzuforschen

Ein Tag mit Xen: Vanilla-Xen und -Kernel auf Ubuntu Karmic installieren

Thursday, March 18th, 2010

Bislang laufen alle unsere Dom0s entweder auf Ubuntu 8.04 oder openSUSE 11.1 oder 11.2. Für einen neuen alten Server wollte ich Ubuntu 9.10 als Basis nehmen, auch um im Mai leichter auf 10.04 wechseln zu können. Bei Ubuntu ist die Xen-Situation nicht besonders rosig: Laut halboffizieller Doku steht weder ein aktueller Xen, noch ein brauchbarer Kernel bereit. Immerhin ein Xend (der Verwaltungsdaemon) in Version 3.3. Erfahrungen seit 3.2 haben gezeigt, dass sich die Schnittstellen kaum noch ändern, so dass der 3.3er Daemon mit dem 3.4er Xen zusammen arbeiten sollte. Denkste.

Ziel waren zwei Server: Ein 64-Bit-System fürs Büro und ein 32-Bit-System für einen alten (AMD Athlon XP 2000, 512MB, 80GB) Hetzner Rootie (Presse-Testsystem). Beide Systeme wurden zunächst mit einem Ubuntu Minimalsystem ausgestattet. Bei Hetzner geschah dies aus dem Notfall-System per debootstrap (fertige OS-Images werden nur einmal am Tag aufgespielt, was stört, wenn man nach einer abgeschossenen Installation neu aufsetzen möchte) und der Server zuhause wurde per Debian-Installer per PXE-Netboot eingerichtet. Die zwei Möglichkeiten, einen Hetzner-Server mit Ubuntu oder Debian auszustatten — debootstrap und den Debian-Installer im SSH-Modus — erkläre ich bei Gelegenheit im Detail. (more…)

Alte und neue Artikel online

Wednesday, March 17th, 2010

Ich habe gerade einen Schwung von etwa 20 meiner Artikel aus den Jahren 2006 bis 2008 hochgeladen. Alle stammen aus den Zeitschriften PC!Linux und linuxlife des WEKA-Verlages, der unter www.magnus.de residiert. linuxlife wurde Mitte 2009 auf Eis gelegt und ist derzeit auch im Weka-Onlineshop nicht nachzubestellen. Wahrscheinlich wird die Serie jedoch mit leicht verändertem Konzept bald fortgesetzt — ich wünsche es mir jedenfalls, denn das Team war nett, die Leserschaft kommunikativ und das Heft durfte Themen aller Schwierigkeitsgrade abbilden.

Wie dem auch sei: Die hochgeladenen Artikel findet Ihr unter cdprojekte.mattiasschlenker.de/Public/Artikel/, ich erspare es mir, jeden Artikel einzeln zu verlinken. Naturgemäß sind zwei bis vier Jahre alte Artikel nicht gerade die aktuellsten. Alles mit Workshop-Charakter ist daher sehr vorsichtig zu behandeln. Immerhin sind einige “zeitlose” Artikel dabei, wie die 64Bit-Einführung (PDF) (wer Flash-Probleme hat, wird einen 32Bit-Chroot zu schätzen wissen) oder die Einführung in Cygwin incl. X11 (PDF) sowie die beiden Artikel zum Thema PXE- und TFTP-Boot (PDF) oder zur freien Suchmaschine Yacy (PDF). Einige andere Artikel bspw. zum ersten EeePC spiegeln eher den Zeitgeist wider und lesen sich schon nach gut zwei Jahren wie Erinnerungen aus einer längst vergangenen Zeit…

Daneben hat Magnus.de selbst einige meiner Artikel online gestellt, ganz aktuell beispielsweise zu Grub 2 als Universalbootloader auf Linux- und Windows-Systemen (HTML) (trägt als Zeitstempel der Einstellung den 30. März 2010 :-) ) oder dessen Vorgänger auf Basis von Grub 0.97 (HTML).

Linux auf dem Asus A52JR

Monday, March 1st, 2010

Seit einigen Tagen steht ein Asus A52JR (konkret: das A52JR-SX109V der aktuellen Saturn-Aktion) im Büro und wartet darauf, zum “Alltagsnotebook” (und zur schnelleren Ergänzung zu den von mir so geliebten Netbooks) mit Linux beglückt zu werden, konkret soll Ubuntu 9.10 zum Einsatz kommen, vor einem selbst kompilierten Kernel und einer manuellen Installation von Grafiktreibern schrecke ich nicht zurück. Bislang gibt es lediglich Teilerfolge zu berichten, diese sollten aber immerhin anderen interessierten bei der Kaufentscheidung helfen. Wegen der verwandten Innereien dürften die hier beschriebenen Vorgehensweisen auch beim A72JR, beim K52J und beim K72J sowie bei X52JR und X72JR anzuwenden sein (die K-Modelle werden über den regulären Fachhandel vertrieben und sind etwas eleganter und mit hübscherer Tastatur ausgestattet). (more…)