Alles ganz einfach

In Kundenbeständen habe ich noch einige Warenwirtschaftsserver, die seit ein paar Jahren ohne große Updates laufen. Auf einem tut S.u.S.E. (damals noch mit Punkten) 6.3 seinen Dienst. Diese Rechner wurden nie groß aktualisiert, doch gelegentlich erfordert die sie umgebende Infrastruktur ihren Tribut: mal ist ein neuer Kernel fällig, weil eine Netzwerkkarte gestorben ist und die neue von 2.2.5 nicht erkannt wird, mal will ein RSYNC-Backup in die sich fortentwickelnde Infrastruktur eingebunden werden.

Ich bin nach vielen Problemen dazu übergegangen, die behutsamsten aller Updates vorzunehmen um Seiteneffekte möglichst auszuschließen. Mein Favorit sind derzeit statisch gegen uClibc und die beim Kunden installierten Kernel-Header gelinkte Binaries, die ich per Softlink gegen die alten austausche. Diese sind kompakt und bereiten praktisch keinen Ärger.

Beim Kompilieren hilft das uClibc-RootFS-Image (lässt sich Loopback mounten) und ein gutes Dutzend Configure-Flags sowie ein paar nachträglich installierte Bibliotheken (zlib, openssl…).

Solch eine Aktion mag vordergründig betrachtet dem Kunden teurer kommen als die Lizenzkosten für ein simples Windows-Update. Unterm Strich dürfte jedoch das Unix- oder Linux-System, das einfach mal sieben oder acht Jahre durchläuft mehr Punkte sammeln.

PS: Der betreffende Host ist nur wenigen Kassenterminals “ausgesetzt”. Das mit dem Hacken braucht Ihr gar nicht erst zu probieren…