Wer ein Blog oder eine beliebige andere Seite eröffnet möchte schnell bei Google gefunden werden. Doch dafür sind eingehende Links notwendig: Noch immer sind “Linkcount” und Relevanz der verlinkenden Seiten eines der Hauptkriterien nach denen die Reihenfolge einer Seite in der größten Suchmaschine bestimmt wird. Die Variable Pagerank — abzufragen beispielsweise per Google Toolbar — gibt etwas Aufschluss darüber. Ich selbst habe dem Pagerank bislang sehr wenig Beachtung geschenkt und stattdessen darauf geachtet, über welche Suchbegriffe Besucher kommen, schließlich möchte ich nicht die Masse erreichen, sondern interessierte (Neu-) Linuxer mit dem eigenen Server und da zählt die Qualität der Zugriffe und nicht die Quantität.
Viele Blogger kommen in Versuchung, den Pagerank künstlich in die Höhe treiben zu wollen und verlinken viel auf andere Blogger und hoffen, dass diese zurückverlinken. So haben sich Links selbst regelrecht zu einer Währung entwickelt und stellenweise gleichen die Methoden der Verlinkung und Gegenverlinkung Pyramidenspielen. Insbesondere in der hierzulande sehr aktiven SEO-Szene verlinkt man gerne auf eine paar Alpha-SEO-ler, deren Backlinks (garantiert ohne “no-follow”) dann natürlich auf dutzende B- und C-SEOler zurückverwiesen. Perverserweise ist das einzige Thema in dieser Szene die SEO und damit primär die gegenseitige Verlinkung — Selbstreferentialität mit Null-Content at its best. Besonders diese in sich geschlossenen Communities hat Google im Visier: Als Graph visualisiert mit wenig Verbindungen zur Außenwelt lassen sich SEO-Netzwerke leicht erkennen. Continue reading