Und wie immer ein paar kurze, knackige Zusammenfassungen der letzten Tage:
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Netbooks: Langsam wird es langweilig bei den Neuvorstellungen, die nichts Neues bringen. Für Erstkäufer hält The Register einen “Buyer’s Guide” bereit. Auch Die Zeit ist auf den Zug aufgesprungen — als Aufhänger muss die Aldi-Aktion von vor zwei Monaten dienen. Unterdessen schickt sich Acer an, Asus rechts zu überholen. Die Distributionsauswahl ist mittlerweile um einen grünlichen Ubuntu-Abkömmling und ein blaues BSD-Derivat (a lot faster than XP — WTF???) reicher geworden. Das mit der angeblich hohen Geschwindigkeit glaube ich erst, wenn das Akoya Mini zwei Atoms in einem Package mitbringt…
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iPhone: Während die 3G-Probleme langsam behoben werden, tauchen potentielle Sicherheitslücken auf. So hat der “iPhone-Forensiker” Jonathan Zdziarski einen recht eleganten Weg gefunden, die Screenshots, die für die Verkleinerung von Anwendungen erstellt werden, auszulesen. Offenbar swappt Apple einiges oder verwendet temporäre Dateien, die nachher nicht sauber überschrieben werden. Es lebe Hardwarebeschleunigung, wo derartige Effekte alleine von der Graka durchgeführt werden. Daraus kernige Schlagzeilen wie “Dein iPhone spioniert Dich aus!” zu generieren, geht an der technischen Wirklichkeit vorbei. Daher keine Links. An der AppStore-Front wird immer noch scharf geschossen: Da wird eine Anwendung abgelehnt, weil sie Funktionen des Duos iPhone plus iTunes enthält. Immerhin kann man gegen Cash am Beta-Programm teilnehmen — scheint, dass sich die AdHoc-Distribution zur echten AppStore-Alternative entwickelt. Unterdessen taucht die nächste Tethering-Applikation auf, allerdings nur für Nutzer des Jailbreaks. Anhaltende iPhone-Probleme geben dem Nokia-Mann Chipchase Stoff zum Lästern: 74% of Japanese iPhone users have it as a second phone.
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Google: Künftige Chrome-Versionen werden wohl keine Nutzernamen und Passwörter, keine GET-Parameter, sowie keine https://-URLs mehr übertragen. Beim Vorschlag ab dem zweiten Buchstaben (bei normalen http://-URLS) scheint es aber zu bleiben. [Update: Laut Golem ist ein frischer Build verfügbar, ob dieser bereits den neuen Omnibox-Code enthält, ist nicht bekannt] Zeit, die Omnibox zumindest für eigene Builds weiter anzupassen. Immerhin. Zwischenzeitlich wird Android auf seinen Launch vorbereitet (HTC Dream für $199?). Ich bin zwar kritisch Google gegenüber, aber wenigstens setzt Google auf die Faulheit der Nutzer und gibt uns Nerds die Freiheit zu basteln.
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Maemo: Noch mehr Freiheit zu basteln gibt es bei Maemo, wo die nächste Release ansteht, welche natürlich die Spekulationen um künftige Hardware nährt. Mit der Debian-Basis ist immerhin die Software-Nachinstallation robust, auch wenn das Hinzufügen zu den Paketquellen komfortabler gelöst sein könnte. Den Nokia-Leuten werden sicher ein paar Ideen einfallen, um einen künftigen Maemo-Marktplatz optisch attraktiver gestalten zu können.
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Sonstiges: Epaper im Massenmarkt — mit der Flexibilität des <blink>-Tags +++ RFID für Bastler (Bild) — allerdings lassen sich viele der vorgeschlagenen Ideen, welche Interaktion benötigen, billiger mit QR umsetzen +++ Hausdurchsuchung bei einem Zeugen +++ Bletcheley-Park soll renoviert werden +++ Keine Chance, von der TSA Watchlist herunterzukommen? Einfach den Namen ändern — wundert Euch also nicht, sollte ich bald als Matthieu François Schlenker unterwegs sein! +++ Mehr Angst vor Strafverfolgungsbehörden und dem Finanzamt als vor Piraten auf offener See?