Randnotizen, 26. September 2008: Zum letzten Mal iPhone, Netbooks, die keine sind und MP3-Player

  • iPhone: Einfach nur peinlich ist, dass Apple bei weiteren Applikationen, die Funktionalität der eigenen Anwendungen nachbilden, den Stecker zieht. Erwischt hat es diesmal einen Mailclient, der angeblich Verwirrung stiften könnte. Verstehen muss ich das nicht, oder? Schließlich kann man davon ausgehen, dass nur Kunden im AppStore nach Mailclients suchen, die mit dem vorinstallierten nicht zufrieden sind. Damit derartige Ablehnungen künftig nicht qualifiziert an die Öffentlichkeit kommen, versieht Apple die Ablehnungsbescheide schon einmal mit eigener NDA. Mit der Meta-Top-10-Liste und dem Entwicklerprotest ist das Thema iPhone für mich gegessen.

  • Android: Googles Software-Plattform Android debüttierte unterdessen auf Hardware, die noch hässlicher und fetter ist, als so ziemlich alles seit dem Nokia 9110i (Test bei Golem.de). Entwickeln muss man in Java. Aber nicht mit den APIs, die man von J2ME und anderen gewohnt ist, sondern mit Androids eigenen APIs. Im Gegensatz zur relativ liberalen Lizenzierung des SDK spornt das nicht gerade zur Portierung existenter Anwendungen an. Immerhin verspricht Android bald omnipräsent zu sein: Der nächste Schritt sind Infotainmentsysteme im Auto.

  • Netbooks und MIDs: Erinnert Ihr Euch noch daran, wie vor gut zwei Jahren der UMPC zur Zukunft des mobilen Computing hoch- und ganz schnell wieder abgeschrieben ([en]) wurden? Mittlerweile sind Netbooks einfach da, dennoch wird — bald sind höher integrierte Atoms verfügbar — schon einmal vorsorglich das Zeitalter der MIDs (Mobile Internet Devices) ausgerufen. Ich bin da skeptisch, als Nutzer von Netbook und Internet Tablet würde ich im Zweifel zu einem kompakten Netbook greifen. Viel lieber hätte ich ein simples, billiges Tablet mit sieben oder acht Zoll und 1024x768600, mit dem man so komfortabel wie mit dem Netbook surfen und im Zweifel per BT-Tastatur tippen kann.

  • Garantiert kein Netbook ist das Celio Redfly Mobile Companion (Produktseite). Letzendlich handelt es sich bei dem eckigen Gerätchen um eine externe Tastatur und Maus mit großem Display, die in einem Netbook-ähnlichen Klappgehäuse stecken. Ohne Speicher, ohne OS und ohne eigene Logik. Eigentlich ist die Idee verdammt gut, allerdings setzt das Celio ein Windows Smartphone voraus und möchte per USB angebunden werden. Bluetooth und Offenlegung des Kommunikationsprotokolls bitte, dann passt das Ganze zum Neo Freerunner.

  • MP3-Player: Die Veröffentlichung von Rockbox 3.0 hat mich wieder daran erinnert, dass ich ja gerade einen einfachen suche. Aber keinen komplexen, der mit Rockbox läuft, eher einen einfachen mit zwei bis vier GB, primär für den Sport und ab und an gegen die Langeweile. Er sollte also leicht unter Linux zu befüllen sein — MTP oder Massenspeicher? Nett wäre das Abspielen von AVIs und richtig cool wäre es, wenn er von Xvid-AVIs dazu anbieten würde, nur die MP3-Tonspur abzuspielen. Einen richtigen PMP benötige ich nicht: Das Nokia N800 genügt, um unterwegs Filme anzusehen. Erfahrungen, anyone?