Randnotizen, 14. Oktober 2008: MIDs, Netbooks, Browser

Mei, wie die Zeit vergeht. In den letzten Wochen war extrem viel zu tun. Daher jetzt erst mit Randnotizen. Und die längst überfälligen Updates der Ubuntu-Netbook-Artikel verschiebe ich noch ein wenig nach hinten.

  • MIDs: …sind nicht totzukriegen. Obwohl Nokias N800/N810 zwar bei Entwicklern beliebt sind und einen respektablen Software-Umfang aufweisen können, haben sie nie wie erhofft abgehoben. Ändern könnte sich das mit den Atom-basierten Tablets wie dem von Gigabyte. Geschätzte 500 Euro dürften aber über der Schmerzgrenze vieler Interessenten liegen. Sinken die Preise auf Netbook-Niveau (ca. 300 Euro) sehe ich jedoch einen großen Markt.

  • Browser: Mozillas Mobiler Browser Fennec wird langsam brauchbar. Primär zielt er auf Tablets, scheint aber auch für Netbooks ganz brauchbar zu sein. Interessant ist die Aussage, prinzipiell die Add-On-Architektur anderer Gecko-Browser zu nutzen. XUL macht das Ding zwar nicht schneller, aber flexibler.

  • Netbooks: Asus nutzt das Eee-Label nun auch für teurere Netbooks und für Mainboards sowie All-In-One-PCs. Und während Aldi die zweite Welle Akoya E1210 vorbereitet, zeigt MSI die nächste Generation des Wind: etwas hübscher und mit eingebautem 3G.

  • Linux: Die Jungs und Mädels von Intel haben es geschafft, eine Fedora-basierte Distri in weniger als fünf Sekunden zu booten. Die Modifikationen am Kernel sind wohl moderat, hauptverantwortlich dürfte ein um Readahead-Operationen gepatchtes Init sein. Mit dem Verzicht auf die Initrd bin ich nicht ganz einverstanden, bastle ich doch selbst seit einer Weile an einer Mini-Distri, bei der einiges von Initrd gestartet wird und der Initrd-Code im Speicher bleibt.

  • In eigener Sache — Das perfekte Netbook-Setup: Ich bereite gerade eine kleine Serie für dieses Blog (und in Form einzelner Printartikel) vor, die sich mit dem optimalen Setup von Linux-Netbooks (Ubuntu und Debian) beschäftigt. Die Einzelartikel werden wohl zwischen 15000 und 25000 Zeichen bekommen. Geplant ist:

    • Basisinstallation: Ubuntu und Debian ohne optisches Medium installieren (USB-Stick oder Netboot), Einrichtung der Treiber für im Netbook enthaltene Hardware (LAN, WLAN, Webcam).
    • Reisefertig: Verschlüsselte Partitionen in einer Form einrichten, die auch beim US-Zoll keine Aufmerksamkeit erregt.
    • Blau machen: Bluetooth-Setup für Handy, Maus, Tastatur und den Datentausch zwischendurch.
    • GPRS und UMTS: Einrichtung von USB-UMTS-Modems und BT-Handys, Provider und Dayflats für Deutschland, Provider fürs Ausland. Das Netbook als Accesspoint.
    • Energiesparer: Optimierung der Akkulaufzeit mit Intels Powertop und anderen Tools.
    • Bewegte Bilder: DVB-T für unterwegs, das Netbook als Videorekorder, Videos für kleinen Platzbedarf, gute Qualität und geringe Prozessorlast transkodieren.

    Wer sonst noch Ideen hat, darf sie mir per Mail mitteilen oder in den Kommentaren hinterlassen.

  • Ubuntu 8.10 Beta: Unter eeepc.mattiasschlenker.de liegt ein neues Ubuntu-USB-Install-Image (ubuntu-8.10-alternate-beta1-20081014-i386.usb.zip). Die Installation erfolgt wie hier beschrieben. Bei einigen Geräten kann die zusätzliche Angabe von vga=normal video=vga16:off oder vga=788 video=vga16:off notwendig sein, um Darstellungsfehler zu vermeiden.

2 thoughts on “Randnotizen, 14. Oktober 2008: MIDs, Netbooks, Browser

  1. Michael Dahms

    Hi – Das perfekte Netbook-Setup und hier der Teil über UMTS/GPRS klingt ja sehr verlockend ;-) Könntest Du hier schon mal was rauslassen? Würde das auf meinem 701 noch gerne vor meiner Abreise aufsetzen.

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