Category Archives: Linux

Netbook-Roundup in Vorbereitung

So, mittlerweile liegt hier auch ein MSI Wind in Gestalt des Medion Akoya E1210 im Büro, ein EeePC 900 wird in den nächsten Tagen folgen. Dann dürfen beide Geräte zeigen, wie es in Sachen Akkulaufzeit, Nutzbarkeit und Linux-Kompatibilität im Vergleich mit dem EeePC 701 aussieht. Wenn Bedarf besteht (lies: wenn mehr als nur einige Kleinigkeiten gegenüber der Standard-Ubuntu-Installation geändert werden müssen, erstelle ich auch für dem MSI-Wind ein Ubuntu-Image.

Frische Xubuntu-Images für den EeePC

Nach fast sechs Wochen Pause habe ich frische Images für den EeePC erstellt. Es lagen einfach zuviele neue Pakete vor, so dass ein Update des Images von 14. Mai kaum zuzumuten gewesen wäre. Ich habe gleich einige Thesauri und Wörterbücher ausgemistet, bitte diese ggf. nachinstallieren. Ein in den letzten Tagen aktualisiertes Ubuntu trägt bereits die Versionsnummer 8.04.1, was darauf hindeutet, dass eine offizielle Bugfix-Release nicht mehr weit entfernt ist.

Die Images gibt es wie immer unter eeepc.mattiasschlenker.de, zur Installation bitte die beiden Artikel beachten:

Könnte ein Eigentümer des EeePC 900 (nicht 901) bitte testen, ob die Images auch auf dem größeren Gerät einwandfrei funktionieren, ich habe noch kein Testgerät erhalten…

Firmware seziert: LaCie LaCinema

Vor ein paar Tagen habe ich mir — aus Bastellaune — einen kleinen Festplatten-DivX-Xvid-Player von LaCie (LaCinema Premier 500GB) zugelegt. Spielkind wie ich nunmal bin wollte ich wissen, was drauf läuft. Also die aktuelle Firmware heruntergeladen und entpackt. Das Archiv LaCinemePremier_FirmwareUpdate_3_10.zip enthält die folgenden Dateien:

-rw-r--r--  1 mattias mattias     553 2008-04-09 13:57 Changes in firmware version 3_10.txt
-rw-r--r--  1 mattias mattias 4194304 2008-04-03 18:06 lacinema_premier_fw.bin
-rw-r--r--  1 mattias mattias 4194304 2008-02-19 15:00 ntd00fw.bin
-rw-r--r--  1 mattias mattias    7065 2008-04-09 12:02 Update_Procedure.txt

Interessant sind natürlich besonders die beiden Bin-Dateien. Der Befehl “strings” verschafft schonmal einen Überblick, was drin stecken könnte, da recht viel ausgegeben wird, ist es sinnvoll, nach Begriffen, wie Kernel oder Linux zu greppen. Und bingo:

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Tool der Woche: tar

Klar kennen Sie tar. Wer hat den “Tape Archiver” etwa noch nicht benutzt, um Archive zu ver- oder entpacken. Der typische Einsatz beim Entpacken eines (zumeist Quellcode-) Archives ist (gegebenenfalls mit “z” statt “j”, wenn es sich um ein mit gzip komprimiertes Archiv handelt):

tar xvjf archiv.tar.bz2

Oder wenn stattdessen ein oder mehrere Ordner oder Dateien zu einem Archiv zusammengefasst werden sollen:

tar cvjf archiv.tar.bz2 ordner/

Doch tar kann einiges mehr. Als erster Einsatzbereich sei da das Archivieren auf Bandlaufwerke zu nennen. Statt dem Archivnamen gibt man einfach den Namen der Gerätedatei an, auf dem die Sicherung landen soll. Im Zeitalter der Sicherung auf optische Datenträger oder des Off-Site-Backups auf irgendwelche Remote-Server schwindet der Nutzen dieser Funktion von tar aber immer mehr und Tools wie rsync, auf das ich später eingehen möchte oder mksquashfs (für’s Backup auf optische Medien) gewinnen an Bedeutung. Dennoch gibt es genügend Einstzbereiche für tar:

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Tool der Woche: id3ed — ID3-Tags auf der Kommandozeile

In den letzten Tagen habe ich meine (private) MP3-Sammlung aufgeräumt und dabei auch etliche Dateien getaggt, von denen Titel, Interpret und Album zwar bekannt waren, aber eben in den ID3-Tags am Ende der Datei fehlten. Kleine Korrekturen lassen sich in Dateimanagern wie Thunar recht problemlos im Kontextmenü vornehmen, wenn aber alle Dateien in einem Ordner mit neuen Tags versehen werden müssen, hilft nur die Kommandozeile.

Fündig wurde ich mit id3ed.

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Produktivitätsbooster Squid

Ihr kennt das Problem: Manchmal sitzt man einfach da und lenkt sich surfenderweise ab. Blogs sind besonders beliebt, aber auch Spiegels “Panorama” hat als eine Art “Edel-Bild” immer interessantes zu bieten. Nur den Stecker der FRITZ!Box zu ziehen wäre kontraproduktiv, denn ab und an muss man auch im Netz recherchieren.

Es geht einfacher mit Squid als Proxy, der nebenbei noch den Zugang für mehrere Rechner beschleunigt und dabei hilft, Statistiken der Netznutzung im Unternehmen zu generieren.

Der relevante Abschnitt meiner /etc/squid/squid.conf:

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EeePC: Ubuntu 8.04 Initramfs-Tuning

Ubuntus Standard-Initrds sind eine feine Sache, laufen sie doch auf fast jeder gewöhnlichen PC-Hardware und erlauben auch den problemlosen Umzug einer Festplatte in einen anderen Rechner. Der Nachteil der ganzen Sache ist allerdings, dass die Initrd ganze sieben Megabyte groß ist. Die müssen gleich beim Systemstart geladen und entpackt werden. Dazu kommt, dass die vielen enthaltenen Treiber einzeln geladen werden und nach der für sie bestimmten Hardware suchen. Hier kann man für eine genau spezifizierte Hardware-Kombination gut ausmisten und so tunen. Das resultierende Initramfs ist noch 3MB klein:

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EeePC: Image auf große Karten strecken

Das von mir zum Download angebotene Xubuntu 8.04 Image ist derzeit auf die Größe der internen SSD abgestimmt. Bereits bei vielen USB-Sticks verliert man ungenutzte 40MB, bei 8GB-Sticks die Hälfte des Speicherplatzes. Doch das Image lässt sich ohne Umkopieren innerhalb weniger Minuten auf die gesamte verfügbare Größe strecken. Das Resizing funktioniert auch wenn das zu streckende Laufwerk Bootmedium ist, erfordert dann aber ein oder zwei Neustarts.

  • Erlangen Sie mit sudo su - Rootrechte und lassen Sie sich mit fdisk -ul den Gerätenamen des Sticks/der SD-Karte sowie deren Größe ausgeben. Notieren Sie den Endblock zur späteren Kontrolle und natürlich den Namen des Gerätes. Der Screenshot zeigt eine externe USB-Festplatte mit 40GB.

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EeePC: Xubuntu 8.04 Image fürs Asus-Restore-Tool

Mit Erscheinen von Ubuntu 8.10 und der Auffächerung der EeePC-Palette ist das hier vorgestellte Image für die meisten Benutzer hinfällig geworden. Falls Sie es dennoch testen wollen: Das angebotene Image funktioniert nur auf EeePC 701 und mit geringem Mehraufwand auf EeePC 900. Atom-basierte EeePCs werden nicht unterstützt.

Ich rate daher eher zur Installation von USB-Stick (als Ziellaufwerk kann auch eine SD-Karte dienen) wie hier beschrieben: Das perfekte Netbook-Setup: 1. Installation von Ubuntu/Xubuntu 8.10

Regelmäßige Leser dieses Blogs dürften unsere in den letzten Wochen erstellten (X)Ubuntu-Images für den EeePC bereits kennen und vielleicht schon selbst von SD-Karte oder USB-Stick ausprobiert haben. Mit dem aktuellsten Image kommt die Möglichkeit hinzu, ein Xubuntu mit einigen zusätzlichen Paketen auf dem Stand vom 14. Mai 2008 (Ubuntu 8.04 final + kleinere Sicherheitsupdates + wichtiges SSH-Update vom 13. Mai) mit dem Asus-Restore-Tool auf die interne SSD zu installieren (und von mir aus bei Nichtgefallen gleich wieder wegzuflashen). Benötigt wird lediglich ein zwei Gigabyte großer (oder größerer) USB-Stick und die EeePC-Support-DVD. Wer das Image auf SD-Karte oder USB-Stick installieren möchte, kann dies nach der alten Anleitung tun.

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EeePC: Overclocking

Mein “erster” EeePC, ein Testgerät mit US-Tastatur, PCIe-Slot und weissem Gehäuse lief auf 900MHz. Alle derzeit ausgelieferten Geräte scheinen aber aus 630MHz getaktet zu sein. Die Taktfrequenz ist das Ergebnis aus 70MHZ FSB-Frequenz und einem Multiplikator von 9. Gelingt es, die FSB-Frequenz auf 100MHz anzuheben, hat man wieder die 900MHz der Vorseriengerätes. Sourcen für ein Kernelmodul, dass die FSB-Änderung durchführt, finden Sie unter http://code.google.com/p/eeepc-linux/. Ich habe das Modul einmal ausprobiert und bin folgendermaßen vorgegangen:

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Abkündigungen en Masse: Debian, openSUSE, Ubuntu

Rootserver-Admins aufgepasst, für einige Distributionen wurden die Sicherheitsupdates eingestellt oder sie werden bald eingestellt. Verrottende Bits und ausbleibende Flicken können so aus Eurem Server eine tickende Zeitbombe machen.

  • Debian 3.1 wurde offiziell Ende März eingestellt, jetzt heisst es schnellstens auf Debian 4.0 zu aktualisieren. Vielleicht wird die 5.0 Ende des Jahres fertig, so dass dann bis Anfang 2012 erst einmal Ruhe ist.
  • Ubuntu 6.10 ist am 25. April 2008 fällig. Wer mit apt-get dist-upgrade aktualisieren möchte, sollte schrittweise vorgehen: zuerst auf 7.04, dann auf 7.10 und in ein paar Wochen auf 8.04. Die ist dann eine LTS-Version, die mit viereinhalb bis fünf Jahren Patches auf dem Server aufwarten kann.
  • openSUSE 10.1 hat noch einige Wochen Gnadenfrist und soll Mitte Mai die letzten sicherheitsrelevanten Updates erhalten. Aus dem Termin lässt sich abschätzen, dass openSUSE 10.2 zwischen Oktober und Dezember fällig sein dürfte. Gerade die Versionen mit dem Zenworks-Daemon haben sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert und das Paketmanagement hat einige Änderungen erfahren müssen, so Upgrades von Produktivsystemen auf 10.3 oder 11.0 spannend werden dürften.

Einen Pranger gibt es diesmal nicht. Kein großer Provider bietet derzeit Rootserver mit den auslaufenden Distributionen an. Allerdings könnten 1&1 und Strato langsam von openSUSE 10.2 auf 10.3 aktualisieren, damit Neukunden nicht in sechs Monaten aufwendig updaten müssen.

Kleiner Nachtrag: Server4You bietet heute (8. April 2008) noch Systeme mit openSUSE 10.1 an — es wäre nicht schön, wenn diese tatsächlich so ausgeliefert würden, weil so gleich am Anfang ein Update erzwungen wird.

Mobiles Admin-Terminal: OpenMoko FreeRunner

Ich habe mich bereits mehrfach mit potentiellen mobilen Admin-Terminals beschäftigt und zwei solche im Einsatz: Das Nokia N800 und den EeePC von Asus. Mit dem OpenMoko FreeRunner rückt nun eine Alternative mit integriertem Telefon in greifbare Nähe, deren Erscheinungsbild dem iPhone nicht unähnlich ist, das aber softwareseitig eher mit dem Nokia N800 verwandt ist — auch OpenMoko verwendet einen X-Server, Matchbox als Window-Manager und Gtk als Standard-Toolkit.

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Neue uClibc-Chroot-Umgebung und Artikeldownload

Etwa neun Monate ist es her, dass ich die letzte Chroot-Umgebung bereitgestellt habe. Zwar ist uClibc noch immer auf dem Stand 0.9.29, doch Busybox hat gewaltige Fortschritte gemacht und ist in Version 1.9.1 erhältlich. Viele Applets verhalten sich nun kompatibler zu den GNU-Tools, es sind neue dazugekommen und problematische aussortiert worden. Insgesamt ist der Bau des “4MB-Mini-Linux” mit der neuen Busybox jetzt deutlich einfacher.

Downloads

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EeePC: Ubuntu 8.04 (Alpha) updaten & ACPI-Module installieren

Ubuntu 8.04 schreitet in Riesenschritten voran und möchte beinahe täglich mit neuen Paketen auf den aktuellsten Stand gebracht werden. Wegen wechselnder Paketabhängigkeiten und -aufteilungen ist das nicht ganz einfach. Mehr Funktionalität rüsten die ACPI-Module nach, welche das Ein- und Ausschalten von Kamera und WLAN auf der Kommandozeile erlauben.

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EeePC: Fertiges Ubuntu 8.04 Image für SD-Karte [Update]

Mit Erscheinen von Ubuntu 8.10 und der Auffächerung der EeePC-Palette ist das hier vorgestellte Image für die meisten Benutzer hinfällig geworden. Falls Sie es dennoch testen wollen: Das angebotene Image funktioniert nur auf EeePC 701 und mit geringem Mehraufwand auf EeePC 900. Atom-basierte EeePCs werden nicht unterstützt.

Ich rate daher eher zur Installation von USB-Stick (als Ziellaufwerk kann auch eine SD-Karte dienen) wie hier beschrieben: Das perfekte Netbook-Setup: 1. Installation von Ubuntu/Xubuntu 8.10

Wer sein Xandros nicht “wegflashen” möchte, kann Ubuntu 8.04 auf SD-Karte installieren. Sie kommen damit in den Genuss aktuellster Software wie Firefox 3.0 Beta 3, Microsofts Truetype-Schriften (sehr gut lesbar auf dem kleinen Display), einem aktuellen VLC, Rhythmbox als MP3-Player und und und… Die Installation kann mit dem von uns vorbereiteten Image auf einer 4GB-SD-Karte oder einem USB-Stick (oder größer) erfolgen und ist mit einem Kommado erledigt. Das Image basiert auf dem vorangegangenen Artikel, involviert also keine schwarze Magie, sondern nur eine relativ saubere Ubuntu-Installation. Die obligatorischen Screenshots folgen weiter unter.

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Ubuntu 8.04 auf dem EeePC [Update]

Dieser Beitrag ist mit Erscheinen der finalen Version von Ubuntu 8.10 hinfällig. Siehe Das perfekte Netbook-Setup: 1. Installation von Ubuntu/Xubuntu 8.10

Mit relativ geringem Aufwand lässt sich Ubuntu 8.04 (getestet wurde Alpha 4 Update: Alpha 6 Beta 1 final) auf dem EeePC installieren. Einzige Hürde ist der Start der Installation, für den wir einen bootfähigen USB-Stick vorbereitet haben. Die Bootdateien können Sie herunterladen und mit ihnen den Stick unter Linux oder Windows bootfähig machen. Die eigentliche Installation erfolgt dann über den Ethernetadapter (und Ihren DSL-Router) übers Internet. Das so installierte Ubuntu entspricht (bis auf zwei Dateien) der Standardinstallation — es müssen also keine unregelmäßig aktualisierten zusätzlichen Repositories eingebunden werden, was mittelfristig der Wartbarkeit sicher entgegenkommt.

Auch die Installation auf SDHC (SD High Capacity mit 4GB oder mehr) oder eine externe USB-Festplatte ist problemlos möglich. So kann das Xandros auf “Platte” verbleiben und Ubuntu gefahrlos getestet werden.

So sieht’s aus:

Und so geht’s: Continue reading

Kernel 2.6.24 auf dem EeePC

Bereits im letzten Beitrag bin ich kurz auf die Installation von Ubuntu 8.04 (Alpha 4) auf dem EeePC eingegangen, mittlerweile habe ich das kleine schwarze ausgepackt und ein Ubuntu darauf installiert. Allerdings habe ich nicht das auf dem Flash installierte Xandros platt gemacht, sondern Ubuntu auf einer externen Festplatte installiert. Gestartet wurde die Installation mit dem Netboot-Image von Ubuntu:

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Linux zum Abgewöhnen

Die letzten Tage hatte ich einen weissen Asus EeePC für einen Artikel (Test, Modding, Installation anderer Distributionen), der in etwa zwei Wochen in der Zeitschrift linuxlife erscheinen wird. Das Testgerät mit US-Tastatur ist auf dem Weg zurück in die Redaktion in München und weil weitere Zeitschriften Workshops zum EeePC geordert haben, steht neben mir noch ein schwarzes, noch originalverpacktes.

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SuSE 10.0 discontinued

Die Ende 2005 erschienene SuSE 10.0 war die erste Nürnberger Distribution mit offener Beta-Phase, im Gegensatz zu den Vorgängern war sie sofort als Open Source Variante zum Download verfügbar. Angesichts der recht konservativen Softwareauswahl wäre aus technischer Sicht die Versionsnummer 9.4 wohl angemessener gewesen. Dennoch erlangte die 10.0 bei Providern nicht die Beliebtheit der Vorgängerversion 9.3.

Nun ist es also so weit: 10.0 wird abgekündigt, es folgen keine Updates mehr. Wer noch eine 10.0 oder 9.3 fährt, sollte schleunigst auf eine neuere Version umsteigen. Leider war der Update-Pfad in den letzten zwei Jahren bei SuSE besonders steinig: Gerade der zuerst in 10.1 eingeführte und den folgenden Versionen wieder entfernte Zenworks Management Daemon zickt gerne — eine saubere Neuinstallation ist deshalb oft die beste Lösung, glücklicherweise ist die per VNC problemlos durchzuführen, auch wenn man keinen physikalischen Zugriff auf den Server hat.

Mein Kritikpunkt der letzten Abkündigung, dass einige Anbieter von Rootservern noch die abgekündigte Version im Angebot haben, ist dieses Mal nicht nötig: Die meisten großen haben den direkten Sprung von 9.3 auf 10.1 vollzogen. Spannend wird es also wieder in sechs Monaten, wenn 10.1 abgekündigt wird.

Durchgereicht: PCI passthrough bei Xen 3.2rc

Update, 17. Januar 2008: Xen 3.2 final wurde heute veröffentlicht. Golem berichtet darüber.

Ein großes Problem bei vielen Virtualisierungstechnologien ist die fehlende Möglichkeit, in einem Gastsystem “rohen” Zugriff auf einzelne Hardwarekomponenten zu erhalten. Zwar bieten VMware und andere das Durchreichen von USB-Geräten, doch das ist eine Lösung, die für physikalisch vom Netz des Wirts getrennte Firewalls oder RAID-Subsysteme nicht wirklich akzeptabel ist. Eine interessante Abhilfe bietet Xen, wo mit vertretbarem Aufwand Gäste direkten Zugriff auf PCI-Karten bekommen.

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Xen relabelled: Sun xVM

Nachdem Oracle bereits vor einigen Tagen seine Xen-Version vorgestellt hat, ist endlich Sun dran: Als xVM wird ein modifizierter (?) Xen-Hypervisor angeboten werden, der Solaris-Instanzen ausführen wird. Das Produkt passt hervorragend in Suns Angebotspalette: Wer Solaris virtualisieren wollte, musste bislang zur recht teuren Niagara-Architektur greifen — bei dieser gibt es einen massiv in Hardware unterstützten Hypervisor gratis dazu. Zu Einstiegspreisen ab ca. 3000€ netto bekommt man zwar gut auf I/O und Multithreading optimierte Hardware und die Möglichkeit dutzende Linux- und Solaris gleichzeitig zu starten, muss aber auf x86-Binärkompatibilität verzichten. Daneben bietet Sun mit den Solaris Zones eine Containerlösung, die ähnlich den BSD-Jails, Linux-VServer oder OpenVZ funktioniert — performant aber nicht ideal, es hilft auch nicht, dass man in eine Solaris-Zone dank Linux-ABI einen Linux-Container stecken kann: Es bleibt ein Solaris-Kernel mit allen Eigenheiten.

Bleibt zu hoffen, dass xVM nicht mit den langsam etablierten Xen-Schnittstellen bricht. Ich möchte in der Lage sein, auf einem normalen Xen eine openSOLARIS-Instanz auszuführen und umgekehrt unter xVM Linux-Instanzen mit xenifiziertem Distributionskernel. Dass ich viel Xen nutze, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Ich durfte in der letzten Zeit so auch die Nachteile von Xen kennenlernen. Insbesondere Wünsche ich mir eine einfache Möglichkeit, leichtgewichtige Virtualisierung (aka Chroot-Erweiterungen) auf schwergewichtiger Virtualisierung (aka Xen) nutzen zu können — und so letztlich mehr aus der Hardware rauszuquetschen als mit Xen und dennoch deutlich flexibler zu sein als nur mit leichtgewichtiger Virtualisierung.

Scheint, dieser Traum könnte mit openSOLARIS-Zones auf Xen Wirklichkeit werden.

Browserbasteleien

Ich warte ja schon seit einer Weile auf eine offene, freie, schnelle Firefox-Alternative. Dazu wünsche ich mir Plugin-Kompatibilität mit Firefox und die Wahl zwischen einem Gtk+- und einem Qt-Interface. Wunschtraum? Mitnichten. WebKit, die Browser-Engine, die als KHTML begann, von Apple weiterentwickelt wurde und nun — nach einigen Querelen — die Basis für künftige KDE-Browser abgibt, kann all das.

WebKit ist derzeit Hype: Origyn auf Internet Tablets wird Webkit als Engine verwenden, Safari kommt auch für Windows und Linuxer, die kein KDE wollen werden mit einem WebKit-Epiphany bedient. Dazu bringt Qt4.4 — und damit viele Windows-Anwendungen künftig Webkit als Rendering-Engine für Helpfiles etc. Webdesigner werden also nicht drumrumkommen, WebKit in die Liste der Testbrowser aufzunehmen.

Spasseshalber hab ich mir deshalb mal unter Gutsy Webkit aus dem SVN gezogen. Mondaybynoon zeigt recht gut, wie das geht. Der Startbefehl war beim Build vom 3. November 2007 etwas anders, aber ansonsten läuft das Ding:

WebKit/WebKitBuild/Release/bin/QtLauncher

Viel Browser ist noch nicht zu sehen: Es gibt keine Möglichkeit, die Schriftgröße zu setzen und die Navigation ist noch ziemlich einfach (vor, zurück, neu laden und abbrechen). Dennoch kann man sich bereits einen Eindruck über Bugs, Fähigkeiten und Geschwindigkeit verschaffen — trotz sehr geschwätziger Debug-Meldungen.

Morgen ist Ubuntu-Tag

Am 18. Oktober soll Ubuntu 7.10 veröffentlicht werden. Die Pakete wurden schon vor ein paar Tagen eingefroren, so dass es mir möglich war, mit dem Netinstaller zwei VMware-Images zu erstellen. Die einzelnen Pakete entsprechen bereits der finalen Version allerdings hatte der Netinstaller in den letzten Tagen noch ein paar Bugs, so dass zu viele Pakete installiert wurden. Ich habe das von Hand korrigiert, indem ich offensichtlich unnötige Pakete entfernt habe.

Als Images stehen zur Verfügung:

  • Ubuntu 7.10 mit dem Gnome-Desktop Der vmmouse-Treiber ist aktiviert, so dass das lästige Strg+Alt zum Verlassen des Fensters wegfällt
  • Ubuntu 7.10 Minimal Die ideale Basis für einen Testserver, einfach mit apt-get die benötigten Programme nachinstallieren

Auf Images mit Kubuntu und Xubuntu verzichte ich zunächst. Installiert einfach in der Gnome-Version mit Synaptic die Metapakete kubuntu-desktop oder xubuntu-desktop nach. Für volles Kubuntu-Feeling muss danach noch mit dpkg-reconfigure kdm der Loginmanager umgestellt werden.

Auch an Suse-Fans habe ich gedacht:

  • openSUSE 10.3 Desktop KDE Auch hier ist der vmmouse-Treiber bereits aktiv
  • openSUSE 10.3 Minimal Hier gilt das gleiche wie oben bei Ubuntu

Bei allen Images ist der Standardnutzer tux, sein Passwort ist leer — und damit bei Ubuntu das Passwort für sudo-Aktionen. Bei openSUSE ist auch das Root-Passwort leer. Achtung, Netzwerkmodus ist “Bridged, ggf. auf “NAT” umstellen!

Praktisches Archiv-Filesystem: SQUASHFS

Auf Single-Layer-DVDs passen bekanntlich nur 4,7 Mrd. Bytes, was verglichen mit aktuellen Festplattengrößen nicht besonders viel ist. Wer häufig Projektdateien (oder Logdateien) in einer Form archivieren muss, die später einen leichten Zugriff erlaubt, wird zudem schnell an die Grenzen der typischen CD- und DVD-Dateisysteme stoßen:

  • ISO 9660 erlaubt nur Dateigrößen bis 2GB
  • UDF benutzt viel Platz fürs Dateisystem selbst
  • ISO 9660 mit Komprimierungserweiterungen packt nur einzelne Dateien und ist nicht standardkonform
  • komprimierte Archive müssen bei vielen Formaten komplett entpackt werden um an den Inhalt heranzukommen

Früher habe ich mich damit beholfen, komprimierte Tar-Archive direkt (!) auf CDs und später DVDs zu schreiben. Der Nachteil dieser für Datenträger mit sequentiellem Zugriff konzipierten Lösung liegt auf der Hand: Um an einzelne Dateien heranzukommen muss der gesamte Datenträger eingelesen und das gesamte Archiv entpackt werden.

Eine bessere Lösung liegt nahe: SQUASHFS kommt vor allem bei Live-Distributionen für den Container zum Einsatz, wird deshalb bei vielen Distributionen mitgeliefert. Dieses Dateisystem kann gemountet werden: So findet man schnell Einzeldateien ohne sich /tmp/ volllaufen zu lassen. Dank der Duplikatserkennung ist die Komprimierung zudem äußerst effizient. Ein SQUASHFS-Dateisystem wird wie ein ISO-Dateisystem erstellt:

mksquashfs /mein/projekt /tmp/projekt.sqfs

Gebrannt wird dieses als wäre es ein ISO9660-Dateisystem

growisofs -dvd-compat -speed=8 -Z/dev/scd0=/tmp/projekt.sqfs

So erstellte Datenträger können auf jedem Linux mit geladenem SQUASHFS-Modul gemountet werden:

mount -t squashfs /dev/scd0 /media/cdrom0

Fehlt das Kernelmodul, können Userspace-Tools zum Entpacken wie unsquashfs zum Einsatz kommen.

Nachtrag, 9. November 2007: