Randnotizen, 29. August 2008: Netbooks, iPhone 3G, Servertrouble

Und hier wieder einmal Notizen, die keine eigenen Einträge rechtfertigen:

  • Servertrouble: Vor drei Wochen habe ich einige Wartungsarbeiten an zwei meiner Server vorgenommen: Neben größeren Festplatten bekam die neuere Maschine 2x1GB DDR400 verpasst, die bislang eingebauten Riegel (2x512MB DDR400) wanderten in die kleinere Maschine. Alles lief drei Wochen gut, dann schmierte die große Maschine ständig ab. Die Ursache war recht schnell gefunden: Kaputter Arbeitsspeicher. Aber warum ließ sich die kleine, immer synchrone Maschine nicht sauber anfahren? Freezes, offenbar kam der Chipsatz nicht mit den DDR400-Riegeln klar. Ich war am Mittwoch in Nürnberg und habe alles in Ordnung gebracht. Insgesamt waren Domains wie cdprojekte.mattiasschlenker.de, eeepc.mattiasschlenker.de und blog.rootserverexperiment ab Dienstag Abend bis Mittwoch Nachmittag nur sporadisch erreichbar.

  • Netbooks: Die Vielfalt ist kaum noch zu überschauen, jetzt stößt auch FSC dazu und führt bunte Oberschalen ein. Gut für den Wiederverkaufswert, wenn man eine zurückhält und die verratzte vor dem Verkauf wegwerfen kann. Asus bietet ab September den 1000H mit Festplatte an, der auch preislich nahe am Akoya E1210 liegt. Nett sind die Tablet-Only-Geräte von NEC — als 9- oder 10-Zöller mit Aufsteller und Bluetooth für die Tastatur wäre das genial. Man könnte die fürs N800 gekaufte (und auch von mir mit dem E50 zweckentfremdete) Klapptastatur so einem weiteren Einsatzbereich zukommen lassen. Oder eine schnuckelige Apple-BT-Tastatur kaufen.

    Für Netbook-affine Nutzer habe ich ein neues Image des Ubuntu-USB-Installers erstellt, der auf dem Daily Snapshot von heute basiert (ubuntu-8.10-alternate-alpha4-20080829-i386.usb.zip). Download hier. Installation wie hier beschrieben. Positiv: Jetzt funktioniert die gesamte Hardware des EeePC 701 (und wahrscheinlich 900) out of the box.

  • iPhone 3G: Es ist mir fast schon peinlich, dieses Gerätchen zu erwähnen und ich suche auch schon fleißig nach den positiven Seiten. Immerhin gibt es eine schöne Erklärung dafür, dass in Gegenden mit hoher iPhone-Dichte (von denen viele noch nicht auf die Firmware 2.0.2 aktualisiert sind), der 3G-Empfang immer noch schlecht ist. Das impliziert aber auch, dass wir Nutzer sauberer 3G-Hardware einen Grund haben auf iPhone-Nutzer böse zu sein, die nicht auf 2.0.2 aktualisieren. Firmware 2.0.3 dürfte auch bald kommen, schließlich gibt es da einen bösen Bug, mit dem man das Gerätepasswort umgehen kann. Immerhin scheint sich auf dem Weg zum Tethering etwas zu tun. Ich befürchte, dass am Ende eine Zubuchoption zum Mobilfunkvertrag steht, welche das getetherte iPhone nochmals teurer macht. Gegen die NDA regt sich nicht nur Widerstand, laut Heise haben auch einige Entwickler eine juristische Lücke gefunden: In Zukunft wird es wohl tausende 1$-Berater-Verträge geben.

Achja: Dass Steve Jobs noch lebt, heisst nicht, dass er untot wäre. Wie immer war es der Praktikant bei Bloomberg, der im CMS nicht auf “Save”, sondern auf “Publish” geklickt hat. Nicht bei allen Agenturen muss ein Redakteur Texte absegnen…

Kernel 2.6.26.3 auf dem Akoya E1210 und MSI Wind

In den letzten Wochen ging ich zweimal auf den Kernel 2.6.26 und dessen Einsatz auf dem Akoya Mini respektive MSI Wind ein. Mittlerweile habe ich mit einem Vanilla-Kernel auf Ubuntu 8.04.1 komplette Hardwareunterstützng erreicht. Die Hinweise zur Treiberinstallation etc. beziehen sich aber auch auf die Kernel neuerer Distributionen, die 2.6.26 serienmäßig mitbringen beziehungsweise können auf anderen Distributionen eingesetzt werden, da der Kernel ja selbst kompiliert wird. Unter Ubuntu und anderen debianesken Systemen muß libncurses-dev und build-essential installiert sein.

Continue reading

Randnotizen, 21. August 2008: EeePC 901, iPhone 3G, Linux-Kernel

Ereignisse der letzten Tage, die keine eigenen Blog-Einträge rechtfertigen:

  • EeePC 901: Ich habe mittlerweile Unterstützung von meinem Bruder erhalten, der erfolgreich Xubuntu 8.04.1 auf dem 901 installiert hat. Die Installation von USB-Stick verlief soweit problemlos, allerdings erkennt Ubuntu 8.04.1 auf Anhieb weder die integrierte Ethernetkarte noch den WLAN-Chip. Als Ethernet-Chip kommt ATL1E zum Einsatz, für den Asus selbst Treiber bereitstellt (Anleitung hier). Der Treiber befindet sich auch bereits in 2.6.27-rc3 und im gepatchten 2.6.26-1 aus Debian 4.0r4. Nach dem Reboot kann dann der Ralink-WLAN-Treiber mit dem eigentlich für das Akoya E1210 erstellten Script installiert werden.

    Ich werde das Installations-Script für den EeePC so anpassen, dass es anhand der Informationen von lspci die richtigen Treiber erkennt und installiert und so EeePC 701, 900, 900A und 901 abdeckt. Auch werden künftige Images die Netzwerktreiber für alle genannten EeePCs enthalten. Ich bitte allerdings noch um etwas Geduld, da ich “meinen” 900A oder 901 (Testgerät) noch nicht habe.

  • iPhone 3G: Meine von vielen Lesern als Bashing mißverstandene Kritik am iPhone 3G benötigt einige Ergänzungen. So wusste ich zum Zeitpunkt des Schreibens noch nichts von den UMTS-Problemen (Umfrage bei Wired.com), die laut Golem auch mit dem Firmware-Update anhalten, ein Punkt der eher zum Abwarten raten lässt.

    Zum AppStore hat der Entwickler Steven Frank seine Gedanken zusammengefasst. In den Kommentaren tauchte der Hinweis auf, dass sich dank AdHocDistribution der AppStore für Inhouse-Applikationen sehr wohl umgehen lässt. Der Haken: Alle iPhone-IDs müssen bekannt sein, maximal einhundert Geräte können auf diese Art und Weise mit einem Build versorgt werden. Zumindest für kleine und mittelständische Unternehmen relativiert sich damit meine Kritik am Distributionsmodell. Kein kleiner Kunde wäre allerdings die Bank HSCB, die laut darüber nachdenkt iPhones statt Blackberrys auzugeben. Andere Banken sind da vorsichtiger und begründen ihr Zögern vor allem mit der unterlegenden Email-Fähigkeit und der Schwierigkeit, eigene Entwicklungen zu verteilen.

  • Kernel 2.6.26.3 und 2.6.27-rc4: Auf kernel.org steht ein neuer Produktiv- und ein neuer Entwicklerkernel zur Verfügung. 2.6.27-rc4 sollte die eingangs erwähnten ATL1E-treiber für EeePC 901/900A enthalten und neuere USB-Webcams (EeePC, Akoya Mini) unterstützen. 2.6.26.3 kompiliere ich gerade auf dem Akoya E1210. Ich hoffe, dass damit die integrierte Realtek-Ethernet-Karte wieder funktioniert.

Nachtrag: Irgendwie war ich dem Datum einen Monat voraus. Im Titel korrigiert, eine Korrektur im Slug ist sinnlos.

Open Source: Missverständnisse in der FTD

Offener Brief an die Redaktion der Financial Times Deutschland:

Sehr geehrter Jörn Petring,

aktuell findet sich unter ftd.de ein Artikel von Ihnen, der den Eindruck erweckt, die Verwendung von Opensource-Software in eigenen Softwareprodukten stelle ein unkalkulierbares Risiko dar. Dieser Eindruck ist falsch: Das Risiko ist nicht größer als bei der Verwendung kommerzieller Komponenten, oft lassen sich Entwicklungskosten minimieren und die “doppelte Erfindung des Rades” vermeiden. Damit die positiven Kosteneffekte zum Tragen kommen, ist aber wie bei jeder Entwicklung — sei es nun Software, Hardware, ein Auto, ein Computerchip oder ein Toaster — eine Planung des Entwicklungsprozesses notwendig. Ich möchte daher auf einige Punkte Ihres Artikels eingehen, die einer Präzisierung bedürfen oder sich aus meiner Sicht einfach als falsch darstellen.

Continue reading

Nein, das iPhone taugt nicht zum mobilen Admin-Werkzeug

In den letzten Monaten habe ich mich sehr mit Argumenten zum/gegen das iPhone zurückgehalten. Der Grund: Ich wollte auf Firmware 2.0.x warten, bevor ich mir eine Meinung bilde. Mittlerweile ist 2.0.1 draußen und ich habe mein Meinung gefestigt: Nein, das iPhone taugt weder zum Admintool noch als Kommunikationsinstrument für Berufsgruppen, die besonders auf den Schutz ihrer Kommunikation achten müssen. Warum?

Continue reading

Mit dem Linux-Netbook im Netz: UMTS/HSDPA per USB-Stick

Als Alternative zum Bluetooth-Handy werden in den letzten Monaten als Zugabe zu reinen Datenverträgen relativ simple USB-Sticks vertrieben, mit denen man per GPRS-, UMTS- oder HSDPA-Verbindung schnell im Netz surfen kann. Da ich mich meist in der Nähe von kostenlosen oder im DSL-Vertrag enthaltenen Hotspots befinde, habe ich mich auf die Suche nach Stick und Datenvertrag gemacht und bin auf die Angebote von T-Mobile und Vodafone gestoßen, bei denen man für 90 bis 100€ unsubventionierte Hardware und eine Prepaid-Karte mit sogenannter “Dayflat” erhält. Beide Angebote unterscheiden sich in Details, WebSessions von Vodafone kennt auch kürzere Zeitfenster (bspw. eine Stunde und wurde deshalb von mir bevorzugt). Als Hardware ist ein Huawei-Stick E172 enthalten, die nachfolgende Beschreibung sollte aber auch für die Modelle E170 (Web’n’Walk-Stick von T-Mobile) und E220 (UMTS-Maus von Vodafone, auch im O2-Branding erhältlich) funktionieren.

Die Einrichtung eines USB-UMTS-Sticks ist ein wenig komplizierter als die der Einwahl per Bluetooth-Handy, da weniger Logik im Gerät selbst verbaut ist und eine Eingabeschnittstelle fehlt. Das wird beispielsweise bei der SIM-PIN-Eingabe deutlich, die beim Handy per Tastatur erfolgt. Beim USB-Stick muss die Kommunikation daher mit AT-Befehlen erfolgen. Diese in Chatscripten zu automatisieren ist zwar keine extrem komplexe Aufgabe, kann aber zu einer Fleißarbeit ausarten. Da kommt es gerade recht, dass Vodafone ein kleines Linux-Tool anbietet, das die Kommunikation und die Einwahl mit den gängigsten Sticks erledigt und netterweise mit SIM-Karten von fast allen Anbietern funktionieren sollte.

Continue reading

Kein Cable Select?

Am Mittwoch war ich einige Stunden bei Hetzner im RZ3 wo unsere Server stehen und habe Festplatten ausgetauscht und Arbeitsspeicher nachgerüstet. Bei einer Maschine fiel mir auf, dass kein Cable Select möglich war. Genaueres Hinsehen förderte dies zutage:

Glücklicherweise hatte ich ein (rundes) IDE-Kabel dabei (als hätte ich etwas geahnt) und nun surrt die betreffende Maschine wieder schön vor sich hin. Was für ein Glück, dass all die Zeit nur Ader 1 durchtrennt war — die daneben sind zwar beschädigt, aber waren noch gut genug um zwei Jahre lang keine Probleme zu verursachen…

Mit dem Linux-Netbook im Netz: GPRS oder UMTS via Bluetooth

Für einen größeren Verlag arbeite ich gerade an einem Artikel über den mobilen Internetzugang mit EeePC und Akoya E1210. Als Arbeitsumgebungen sind Ubuntu 8.04.1 und das Xandros des EeePC vorgesehen. Beide mussten zunächst zeigen, wie gut sie mit Bluetooth-Dongle und einem etwas älteren Nokia-Handy mit BT-Schnittstelle klarkommen. Da Xandros im Auslieferungszustand keinerlei Anstalten machte, Bluetooth einzurichten und das Handy als Modem zu konfigurieren, beschloss ich die Grundkonfiguration auf der Kommandozeile vorzunehmen.

Stellen Sie zunächst sicher, dass die Pakete bluetooth und bluez-utils installiert sind. Daneben sollte je nach Flavour auch bluez-gnome und gnome-bluetooth respektive kdebluetooth installiert sein. Auf dem Xandros des EeePC ist alles notwendige installiert, mein Ubuntu-Image für den EeePC sollte ebenfalls komplett genug sein. Alle Befehle, denen kein sudo vorangestellt ist, benötigen Rootrechte. Auf dem Xandros des EeePC öffnen Sie das Terminal mit Strg+Alt+T, Rootrechte erhalten Sie mit sudo su.

Continue reading

Kernel 2.6.26.1 auf dem Medion Akoya E1210

Ich habe heute mel ein paar Minuten damit verbracht, einen Kernel 2.6.26.1 auf dem E1210 für das E1210 zu kompilieren. Als Basis diente der Vanilla-Kernel von www.kernel.org und die Konfiguration von Ubuntus 2.6.24-19. Das erste Zwischenergebnis war ein Kernel der zwar bootete, aber für einen schwarzen Bildschirm sorgte.

Der schwarze Bildschirm war durch entfernen der Bootparameter quiet splash zu behebn, aber auch danach war nicht alles toll:

  • Ethernet: Der r8169-Treiber wird zwar geladen und eth0 taucht auf, doch eine Verbindung herzustellen ist unmöglich. Entlädt man das Modul und lädt es erneut, zeigt dmesg einen Fehler.

  • WLAN: Erwartungsgemäß lässt sich der Treiber zunächst nicht kompilieren, allerdings hilft dieser Tipp. Die Änderung muss in Zeile 804 erfolgen. WLAN funktioniert dann einwandfrei.

  • Sound: geht nicht. Ich habe nicht weiter geforscht, wahrscheinlich muss ich ALSA frisch kompilieren, was kein größerer Act ist — zumindest wenn man module-assistant dafür heranzieht.

Ein echter Lichtblick ist die nun mit cheese funktionierende Webcam, Sound und Ethernet sollten auch mit vertretbarem Aufwand zur Zusammenarbeit zu bewegen sein. Etwas Feintuning ist bei der Kernelkonfiguration und den Modulen der Initrd möglich, so dass ich in den nächsten Tagen noch ein paar Stunden investieren kann, bis ich eine alltagstaugliche Lösung präsentieren kann.

Unser Server hat Husten…

Nein, nicht wirklich. Es läuft gerade das Update von FreeBSD 6.3 auf 7.0 — und dieses wird in den nächsten Stunden immer wieder für ein paar Minuten Nichterreichbarkeit sorgen.

Als dieser Beitrag entstand war das Grundsystem bereits aktualisiert, auf 13 Jails lief gerade make installworld durch. Ist dieses beendet steht der nächste Reboot an. Dann folgt die Rekompilierung aller aktuell installierter Softwarepakete gegen die neuen Systembibliotheken. Die ganze Aktion wird wohl noch bis Freitag früh dauern, da ich per Reboot sicherstellen möchte, dass garantiert alle Dienste richtig gestartet wurden.

Uptime-Pr0n ist nix für mich. Da vermeidet man einen Reboot und einige Minuten Downtime und vergisst eine Applikation, die noch mit alten Bibliotheken im Speicher läuft. Nach ein paar Wochen wundert man sich, wenn die sich nach einem Reload komisch verhält. Daher gilt heute ausnahmsweise auch unter Unix: Reboot tut gut.

Fünfmal kreativer Einsatz von openssl

Als Anwender kennt man OpenSSL vor allem als freie Verschlüsselungsschicht für TCP/IP-Verbindungen — ist man Administrator eines Web- oder Mailservers, denkt man eher an das Kommandozeilentool openssl, mit dem Zertifikate erstellt und signiert werden. Doch gerade das CLI-Werkzeug ist mächtiger, als manch einer denkt und kann ideal für viele Anwendungen jenseits des Zertifikate-Managements verwendet werden.

1. SSL-Verbindungen testen

Continue reading

Ubuntu 8.04 Netbook Remix auf dem EeePC

Ja, ich habe es getan: Auf Basis einer ganz frischen Ubuntu-Installation habe ich ausprobiert, wie sich Ubuntu Mobile and Embedded, konkret der neue Clutter-Desktop auf dem EeePC 701 anfühlt. Zumindest theoretisch ist Ubuntu auf dem richtigen Weg, eine ähnlich einfache, aber dennoch mächtige Alternative zum Easy Mode des EeePC anzubieten. Aber wie schaut es in der Praxis aus:

Der Desktop sieht schon einmal gut aus: Programme sind in Gruppen angeordnet über eine Art Tabs verfügbar, auch der Zugriff auf Datenträger ist sinnvoll ausgeführt, insgesamt wirkt die Oberfläche aufgeräumt und gut nutzbar. Ich vermisse ein wenig, dass sich Applets auf dem Desktop positionieren lassen, ein Tick mehr Maemo hätte nicht geschadet.

Continue reading

Akoya E1210: Ubuntu 8.04.1 WLAN-Treiber installieren

Wie bereits zuvor erwähnt, bringt das Medion Akoya E1210 einen Ralink-RT2860PCI-Chipsatz mit, für den ein nativer Treiber existiert, der jedoch konfiguriert und kompiliert werden muss…

Continue reading

Akoya E1210: Ubuntu 8.04.1 Alternate Install von USB-Stick

Dieser Beitrag dürfte für viele Nutzer mit Erscheinen der finalen Version von Ubuntu 8.10 hinfällig sein. Installieren Sie Ubuntu 8.04.1 nur, wenn Sie auf Long Term Support angewiesen sind. Siehe Das perfekte Netbook-Setup: 1. Installation von Ubuntu/Xubuntu 8.10

So, nach den Startschwierigkeiten gestern klappte nun die Installation von Ubuntu 8.04.1 auf dem Akoya E1210. Als Installationsmedien verwendete ich einen USB-Stick (SD-Karten funktionieren ebenfalls). Bootfiles hierfür habe ich so zusammengestellt, dass auch unbedarfte Nutzer schnell zur Alternate Install kommen dürften:

Continue reading

Ubuntu 8.10 und 8.04 auf dem Medion Akoya E1210 (MSI Wind)

Dieser Beitrag ist mit Erscheinen der finalen Version von Ubuntu 8.10 hinfällig. Siehe Das perfekte Netbook-Setup: 1. Installation von Ubuntu/Xubuntu 8.10

So, nun habe ich mir doch einmal ein paar Minuten Zeit genommen, um ein Linux auf dem Medion Akoya (MSI Wind) auszuprobieren. Das Zwischenergebnis:

Ubuntu 8.04

  • Start der Installation per PXE schlug fehl, Rechner hängt einfach irgendwo in der Initrd
  • Boot von der eigentlich für den EeePC 701 gedachten SD-Karte funktioniert einwandfrei
  • On-Board-LAN funktioniert auf Anhieb (Modul r8169)
  • WLAN-Karte mit Chipsatz Ralink RT2860 benötigt einen Treiber von Ralink, die Anpassung einer Konfiguration und das anschließende händische Kompilieren
  • Mit dem aktuellen Ralink-Treiber v1.6.1.0 war unter Ubuntu 8.04 kein Scanning möglich
  • Netzwerke mussten mit wpa_supplicant händisch konfiguriert werden
  • Sound und Micro funktionieren auf Anhieb
  • Webcam, ACPI etc. habe ich noch nicht getestet

Nachtrag:

Ubuntu 8.10

  • Installation mit den Netboot-Dateien (per PXE) funktioniert einwandfrei
  • Ralink-Treiber lässt sich nicht gegen Kernel 2.6.26 (RC) kompilieren
  • ACPI-Tasten für Lautstärke, Helligkeit etc. funktionieren hier

Netbook-Roundup in Vorbereitung

So, mittlerweile liegt hier auch ein MSI Wind in Gestalt des Medion Akoya E1210 im Büro, ein EeePC 900 wird in den nächsten Tagen folgen. Dann dürfen beide Geräte zeigen, wie es in Sachen Akkulaufzeit, Nutzbarkeit und Linux-Kompatibilität im Vergleich mit dem EeePC 701 aussieht. Wenn Bedarf besteht (lies: wenn mehr als nur einige Kleinigkeiten gegenüber der Standard-Ubuntu-Installation geändert werden müssen, erstelle ich auch für dem MSI-Wind ein Ubuntu-Image.

Frische Xubuntu-Images für den EeePC

Nach fast sechs Wochen Pause habe ich frische Images für den EeePC erstellt. Es lagen einfach zuviele neue Pakete vor, so dass ein Update des Images von 14. Mai kaum zuzumuten gewesen wäre. Ich habe gleich einige Thesauri und Wörterbücher ausgemistet, bitte diese ggf. nachinstallieren. Ein in den letzten Tagen aktualisiertes Ubuntu trägt bereits die Versionsnummer 8.04.1, was darauf hindeutet, dass eine offizielle Bugfix-Release nicht mehr weit entfernt ist.

Die Images gibt es wie immer unter eeepc.mattiasschlenker.de, zur Installation bitte die beiden Artikel beachten:

Könnte ein Eigentümer des EeePC 900 (nicht 901) bitte testen, ob die Images auch auf dem größeren Gerät einwandfrei funktionieren, ich habe noch kein Testgerät erhalten…

Firmware seziert: LaCie LaCinema

Vor ein paar Tagen habe ich mir — aus Bastellaune — einen kleinen Festplatten-DivX-Xvid-Player von LaCie (LaCinema Premier 500GB) zugelegt. Spielkind wie ich nunmal bin wollte ich wissen, was drauf läuft. Also die aktuelle Firmware heruntergeladen und entpackt. Das Archiv LaCinemePremier_FirmwareUpdate_3_10.zip enthält die folgenden Dateien:

-rw-r--r--  1 mattias mattias     553 2008-04-09 13:57 Changes in firmware version 3_10.txt
-rw-r--r--  1 mattias mattias 4194304 2008-04-03 18:06 lacinema_premier_fw.bin
-rw-r--r--  1 mattias mattias 4194304 2008-02-19 15:00 ntd00fw.bin
-rw-r--r--  1 mattias mattias    7065 2008-04-09 12:02 Update_Procedure.txt

Interessant sind natürlich besonders die beiden Bin-Dateien. Der Befehl “strings” verschafft schonmal einen Überblick, was drin stecken könnte, da recht viel ausgegeben wird, ist es sinnvoll, nach Begriffen, wie Kernel oder Linux zu greppen. Und bingo:

Continue reading

Tool der Woche: tar

Klar kennen Sie tar. Wer hat den “Tape Archiver” etwa noch nicht benutzt, um Archive zu ver- oder entpacken. Der typische Einsatz beim Entpacken eines (zumeist Quellcode-) Archives ist (gegebenenfalls mit “z” statt “j”, wenn es sich um ein mit gzip komprimiertes Archiv handelt):

tar xvjf archiv.tar.bz2

Oder wenn stattdessen ein oder mehrere Ordner oder Dateien zu einem Archiv zusammengefasst werden sollen:

tar cvjf archiv.tar.bz2 ordner/

Doch tar kann einiges mehr. Als erster Einsatzbereich sei da das Archivieren auf Bandlaufwerke zu nennen. Statt dem Archivnamen gibt man einfach den Namen der Gerätedatei an, auf dem die Sicherung landen soll. Im Zeitalter der Sicherung auf optische Datenträger oder des Off-Site-Backups auf irgendwelche Remote-Server schwindet der Nutzen dieser Funktion von tar aber immer mehr und Tools wie rsync, auf das ich später eingehen möchte oder mksquashfs (für’s Backup auf optische Medien) gewinnen an Bedeutung. Dennoch gibt es genügend Einstzbereiche für tar:

Continue reading

Where do we go from here?

Bitte entschuldigt, dass ich in den letzten Tagen kaum mit der Beantwortung von Anfragen nachkomme — beantwortet wird alles, manchmal dauert es etwas länger. Es liegt zur Zeit einfach viel Arbeit an und da möchte ich in meiner Freizeit andere Dinge machen: Mit meiner Lebensgefährtin unterwegs sein, auf dem Balkon ein Bier trinken, die 1973er Schwalbe endlich restaurieren. Rad fahren. Füße in den See hängen. Marillion hören. Und mit meiner Firma ein neues Projekt entwickeln. Continue reading

Tool der Woche: id3ed — ID3-Tags auf der Kommandozeile

In den letzten Tagen habe ich meine (private) MP3-Sammlung aufgeräumt und dabei auch etliche Dateien getaggt, von denen Titel, Interpret und Album zwar bekannt waren, aber eben in den ID3-Tags am Ende der Datei fehlten. Kleine Korrekturen lassen sich in Dateimanagern wie Thunar recht problemlos im Kontextmenü vornehmen, wenn aber alle Dateien in einem Ordner mit neuen Tags versehen werden müssen, hilft nur die Kommandozeile.

Fündig wurde ich mit id3ed.

Continue reading

Produktivitätsbooster Squid

Ihr kennt das Problem: Manchmal sitzt man einfach da und lenkt sich surfenderweise ab. Blogs sind besonders beliebt, aber auch Spiegels “Panorama” hat als eine Art “Edel-Bild” immer interessantes zu bieten. Nur den Stecker der FRITZ!Box zu ziehen wäre kontraproduktiv, denn ab und an muss man auch im Netz recherchieren.

Es geht einfacher mit Squid als Proxy, der nebenbei noch den Zugang für mehrere Rechner beschleunigt und dabei hilft, Statistiken der Netznutzung im Unternehmen zu generieren.

Der relevante Abschnitt meiner /etc/squid/squid.conf:

Continue reading

EeePC: Ubuntu 8.04 Initramfs-Tuning

Ubuntus Standard-Initrds sind eine feine Sache, laufen sie doch auf fast jeder gewöhnlichen PC-Hardware und erlauben auch den problemlosen Umzug einer Festplatte in einen anderen Rechner. Der Nachteil der ganzen Sache ist allerdings, dass die Initrd ganze sieben Megabyte groß ist. Die müssen gleich beim Systemstart geladen und entpackt werden. Dazu kommt, dass die vielen enthaltenen Treiber einzeln geladen werden und nach der für sie bestimmten Hardware suchen. Hier kann man für eine genau spezifizierte Hardware-Kombination gut ausmisten und so tunen. Das resultierende Initramfs ist noch 3MB klein:

Continue reading

EeePC: Image auf große Karten strecken

Das von mir zum Download angebotene Xubuntu 8.04 Image ist derzeit auf die Größe der internen SSD abgestimmt. Bereits bei vielen USB-Sticks verliert man ungenutzte 40MB, bei 8GB-Sticks die Hälfte des Speicherplatzes. Doch das Image lässt sich ohne Umkopieren innerhalb weniger Minuten auf die gesamte verfügbare Größe strecken. Das Resizing funktioniert auch wenn das zu streckende Laufwerk Bootmedium ist, erfordert dann aber ein oder zwei Neustarts.

  • Erlangen Sie mit sudo su - Rootrechte und lassen Sie sich mit fdisk -ul den Gerätenamen des Sticks/der SD-Karte sowie deren Größe ausgeben. Notieren Sie den Endblock zur späteren Kontrolle und natürlich den Namen des Gerätes. Der Screenshot zeigt eine externe USB-Festplatte mit 40GB.

Continue reading

EeePC: Xubuntu 8.04 Image fürs Asus-Restore-Tool

Mit Erscheinen von Ubuntu 8.10 und der Auffächerung der EeePC-Palette ist das hier vorgestellte Image für die meisten Benutzer hinfällig geworden. Falls Sie es dennoch testen wollen: Das angebotene Image funktioniert nur auf EeePC 701 und mit geringem Mehraufwand auf EeePC 900. Atom-basierte EeePCs werden nicht unterstützt.

Ich rate daher eher zur Installation von USB-Stick (als Ziellaufwerk kann auch eine SD-Karte dienen) wie hier beschrieben: Das perfekte Netbook-Setup: 1. Installation von Ubuntu/Xubuntu 8.10

Regelmäßige Leser dieses Blogs dürften unsere in den letzten Wochen erstellten (X)Ubuntu-Images für den EeePC bereits kennen und vielleicht schon selbst von SD-Karte oder USB-Stick ausprobiert haben. Mit dem aktuellsten Image kommt die Möglichkeit hinzu, ein Xubuntu mit einigen zusätzlichen Paketen auf dem Stand vom 14. Mai 2008 (Ubuntu 8.04 final + kleinere Sicherheitsupdates + wichtiges SSH-Update vom 13. Mai) mit dem Asus-Restore-Tool auf die interne SSD zu installieren (und von mir aus bei Nichtgefallen gleich wieder wegzuflashen). Benötigt wird lediglich ein zwei Gigabyte großer (oder größerer) USB-Stick und die EeePC-Support-DVD. Wer das Image auf SD-Karte oder USB-Stick installieren möchte, kann dies nach der alten Anleitung tun.

Continue reading